Frau Bosch, der VEP, und die Wahlkampfaussagen

ja was soll jetzt diese Überschrift?

ganz einfach: vor nicht allzu langer Zeit war OB-Wahl in Reutlingen.
Nun da gab´s eigentlich nur eine Kandidatin und das war auch die bisherige. Es ist bekannt das sie wiedergewählt wurde.

Nun: Frau Bosch hatte damals eine Homepage (barbara-bosch.de), die es nicht mehr gibt,

wurde aus welchen Gründe auch immer (grins) aus den Netz genommen.

Aber das Netz vergisst NIE, daher nun folgendes (wir zitieren):

„Eine Erfolgsbilanz
….Scheibengipfeltunnel, neue Stadthalle, Sanierung der Wilhelmstraße, Kulturkonzeption, Ausbau der Kinderbetreuung, bedeutsame Investitionen von Firmen, Ökostrom – wir haben in Reutlingen viel vorangebracht, darunter auch einiges, was sehr ins Stocken geraten war. …
….Denn die Bürgerbeteiligung bei Planungsprozessen und Projekten wird in

Reutlingen so umfangreich und aufwendig gestaltet wie in kaum einer anderen Stadt. Ob Kulturkonzeption, Sportentwicklungsplanung, Stadtentwicklung oder Verkehrskonzepte: Es ist selbstverständlich geworden, dass Gemeinderat oder Verwaltung erst dann entscheiden, wenn die Bürgerinnen und Bürger informiert und gehört worden sind…..

Stadtentwicklung: konsequent und Schritt für Schritt

Überall mit Bürgerbeteiligung natürlich, und unter Hinzuziehung von F

achleuten in Wettbewerben, wie zuletzt beim Bahnhofsareal (City Nord). Viele innerstädtische Wohnquartiere sind entstanden.

Reutlingen kommt beim Klimaschutz und beim Verkehr gut voran

Reutlingen leidet unter erheblicher Feinstaubbelastung. Ohne eine Ortsumfahrung wird diese nicht auf ein erträgliches Maß

zurückgeschraubt werden können. Umso erfreulicher ist es, dass nach zähem Ringen in Berlin und Stuttgart 2009 endlich der Spatenstich für den seit vier Jahrzehnten diskutierten Scheibengipfeltunnel erfolgt ist.
Die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes, die derzeit in vollem Gange ist, wird die Auswirkungen des Tunnels auf die

Verkehrsströme in unserer Stadt aufzeigen.
Klar, dass auch hier die Bürgerbeteiligung groß geschrieben wird. Von dieser Planung erwarten wir Antworten auf viele Verkehrsfragen in unserer Stadt.“

Frage an Frau Oberbürgermeisterin Bosch:

Meinen Sie das alles wirklich ernst?

diese Frage stellen sich einige Leute, die sich mit den VEP und dem Wettbewerb City Nord intensiver beschäftigt haben wirklich.

Beim Achalmtunnel, beim bisherigen VEP-Prozess, aber auch bei City Nord fällte es einem wirklich schwer Ihren Aussage zu folgen.

Wir würden uns wirklich für Reutlingen wünschen, es wäre anders. Wir hoffen noch!

Nehmen Sie die Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung wirklich ernst!

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4 Antworten zu Frau Bosch, der VEP, und die Wahlkampfaussagen

  1. a. schmid schreibt:

    ja die Wortwahl und das Weggelassene ist entlarvend:

    Zitat: „Es ist selbstverständlich geworden, dass Gemeinderat oder Verwaltung erst dann entscheiden, wenn die Bürgerinnen und Bürger informiert und gehört worden sind…..“

    und dann……..
    1) wird das Informieren nicht wirklich ernst genommen
    2) und wirklich und dann…. das wars wohl jeder darf was sagen, aber man könnte auch den Türpfosten ansprechen, das hätte mehr Wert!

    Man sollt die Politiker an dem messen was sie von sich geben und sie immer wieder damit konfrontieren (den heftig vergesslich scheinen sie ja fast alle zu sein)

  2. Marcus schreibt:

    „Reutlingen leidet unter erheblicher Feinstaubbelastung. Ohne eine Ortsumfahrung wird diese nicht auf ein erträgliches Maß “

    da ist die Verwaltungsspitze wohl von ihren eigenen Gutachten überholt worden (im besten fall) oder wussten die das schon vorher?

    siehe https://verkehrsentwicklungsplan.wordpress.com/2011/04/18/bau-verkehrs-und-umweltausschuss-am-14-04-2011/

  3. A. Grosse schreibt:

    auch wenn ich mich wiederhole:
    das ist ganz „normal“ im politischen Geschäft,
    dan funktioniert solange, wie die Wähler drauf reinfallen.
    Ich bin ja mal gespannt, ob von Frau Bosch ne Antwort kommt, vielleicht schickt ihr der mal einen Link hier her.

    • Peter A. schreibt:

      da geb ich dir schon recht,
      erst wenn die Bagger anrollen (wenns wirklich zu spät ist) wacht der „allgemeine“ Bürger auf und protestiert.

      Das ist in der Politik bekannt und entsprechend wird gehandelt.
      Ein schönes Beispiel ist das Vorgehen in Sachen Burkhardt und Weber Straße, so per zufall mitten in dem Verlauf des Wettbewerbes kann man einer Gemeinderatvorlage entnehmen, dass geplant ist die Straße zur Gutenbergstraße durchzustechen, das Gebiet zwischen Innenstadt und Friedhof erneut mit zusätzlichen Verkehr zu belasten (teilweise Verlegung von der Karlstraße), ohne sich zu überlegen

      a) wie geht es dann weiter und
      b) eine mühevoll aufgebaute wichtige Reutlinger Kultureinrichtung -das FranzK- wieder abzuschießen („eine von 50.000 Fahrzeugen umspühlte Insel der Kultur“ unglaublich!!!!), schlicht und einfach zu zerstören!

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