„Pfui, pfui, pfui! Und noch mal pfui!“

steht als Titelzeile des Kommentars „Sebastians“ im Reutlinger Wochenblatt.
Den  ganzen Artikel vom 16.06.2011 kann hier gelesen werden……
Dieser Artikel passt zum letzten hier im Blog (siehe unten).

Interessant sind die (schon nicht ganz unbekannten) Aussagen von Arno Valin, dem leitenden Stadtbaudirektor in Reutlingen:

„Daheim angekommen, telefoniere ich gleich mit Arno Valin, dem leitenden Stadtbaudirektor in Reutlingen. Ich frage ihn, was die Stadt zu tun gedenkt, wie man sich in der Verwaltung fühle angesichts dieses schlechten Abschneidens – und ich erlebe einen völlig ruhigen Menschen.

Meine Informationen von den möglichen Klagen oder Bußgeldern sind ihm neu. Von den Summen, die ich ihm nenne, hat er nichts vernommen. Am Wochenende kein Radio gehört, keine Tageszeitung gelesen? Ich hake weiter nach, dass man da doch nicht so ruhig bleiben könne. Doch Arno Valin bleibt ruhig. Er glaube kaum, dass da auf Reutlingen etwas zukomme. Man habe hier gemacht, was machbar gewesen sei.

Er lässt Stichworte wie neue und bessere Ampelsteuerung fallen, Umweltzonen, natürlich den Scheibengipfeltunnel, auch Verkehrsverflüssigung (Beispiel die beiden neuen doppelten Rechts- und Linksabbiegespuren an der aktuellen Bruderhaus-Baustelle). Meine kritischen Anmerkungen versanden in seinem Gefühl, alles richtig zu machen. Sein Schlussplädoyer: Er glaubt nicht, dass von den Bußgeldern einzelne Kommunen oder Städte betroffen seien. Wenn, dann sei das Sache der Bundesrepublik Deutschland.“

Was soll man dazu nur denken oder sagen? Irgendwie macht mich das sprachlos. Man könnte den Eindruck bekommen, da wird a) etwas nicht ganz ernst genommen und b) es werden erneut die alten, widerlegten Argumente aufgefahren.

Man kann nur hoffen, dass die Stadt Reutlingen möglichst bald zuzr Verantwortung gezogen wird, denn (wie im Artikel vom Sebastian geschildert):

Bis zum Samstag galt in der EU noch eine Schonfrist, um den betroffenen Kommunen Zeit für Nachbesserungen zu lassen. Hinzu kommt, dass Umweltverbände nun Kommunen verklagen können, sollten sie sich nicht um das Feinstaubproblem kümmern. Das ermöglicht ein Urteil, das der Europäische Gerichtshof erst vor zwei Wochen gefällt hat.

Der Verkehrsclub Deutschland, der Naturschutzbund, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) haben sich zum Beispiel bereits entschlossen, die Stadt Wiesbaden zu verklagen, in der es noch keine Umweltzone gibt.

Also VCD, NABU, BUND und DHU die Stadt Reutlingen liefert Euch eine Steilvorlage für eine Grundsatzentscheidung (Privat können nämlich nicht klagen!).

Übrigens: die beiden Gemeinderäten Gabriele Janz von den Grünen und Unabhängigen und von WiR-Stadtrat Jürgen Straub sind auf de, richtigen Weg, die richtigen Fragen zu stellen (siehe im Artikel) , macht weiter so!

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