City Nord – der Wettbewerb geht in die zweite Runde

Der städtebauliche Wettbewerb „City Nord“ geht in die zweite Runde. In einer Tischvorlage wurde der Gemeinderat am 09.06.2011 darüber ohne Aussprache informiert.
(siehe auch unter…..)

Die weiteren Stationen im Verfahren:

  • Ausgabe der Unterlagen                          20.06.2011
  • Kolloquium                                                 30.06.2011
  • Abgabe Pläne/Modell                                05.10.2011/12.10.2011
  • Preisgericht                                                02.12.2011

d.h. die Unterlagen wurden an die 4. beteiligten Arbeitsgemeinschaften verschickt.

Interessant ist die Ausschreibung in Bezug auf die Leistungen (Punkt 6 der Anlage A zur Gemeinderatsvorlage 11/048/02). Da heißt es z.B.

6.1           Strukturkonzept (Maßstab 1 : 2500)

Ohne Vorgabe für räumliche Abgrenzung, insbesondere jedoch unter Beachtung der in Teil B, Abschnitt 3 aufgeführten Aufgabenstellung, sind auf vorgegebener Plangrundlage  darzustellen:

  • Die städtebauliche Leitidee mit Nutzungsschwerpunkten
  • Skizzenhafte Vorschläge zur Führung des Durchgangsverkehrs und Anbindung des Gebiets der City Nord
  • Die Vernetzung des Gebiets mit den umliegenden Stadtquartieren (u. a. Fußgänger,Radfahrer, Grünbezüge)

sprich das Thema Burkhardt und Weberstraße als Durchgangsstraße für den Achalmtunnelzusatzverkehr auf Kostendes Quartiers und ihre dortigen Einrichtungen wird verklausuliert wieder angegangen.

6.2           Städtebaulicher Entwurf (Maßstab 1 : 1000)

u.a. …. •    Konkretisierung des übergeordneten Erschließungskonzepts von Kapitel 6.1
…Die vorgegebene Abgrenzung des Gebietes kann in Teilbereichen überschritten werden wenn dies die Konzeption verdeutlicht. ….

auch die Konkretisierung, sprich die genaue Straßenführung sollen die Wettbewerbsteilnehmer untersuchen.
Noch deutlicher wird es bei Punkt 6-3:

6.3 Vertiefung des Städtebaulichen Entwurfs von 6.2 (Maßstäbe 1 : 500  und 1 : 200)

a) Für den zentralen Bereich, der durch die Straße Unter den Linden, die Karlstraße, die Kaiserstraße und die Bahnlinie abgegrenzt wird, soll eine Vertiefung im Maßstab 1 : 500 insbesondere zu folgenden Inhalten erfolgen:

  • Weiterentwicklung der Baustrukturen mit Angaben zu:
    • Nutzungsarten / Nutzungsmix je Quartier
    • Geschosszahl und Geschossfläche je Quartier und Nutzungsart
  • Das Erschließungskonzept mit Darstellung der Fahrspuren
  • Das Stellplatzkonzept
  • Das Freiraum- und Grünkonzept
  • Die Fußgänger- und Radwege
  • ÖPNV:
    • Führung der Regionalstadtbahn (2-spurig mit Haltestellen)
    • Darstellung der Bushaltestelle der Stadtbusse mit Anzahl der Haltestellen (ZOB)
    • Darstellung der Bushaltestelle der Regionalbusse mit Anzahl der Haltstellen (ROB)“

Die Vorlage gibt aber noch mehr her. Konkretisiert werden die oben aufgeführten Punkte in der Anlage 2-Teil B. Unter Punkt 3.5 Verkehr heißt es:

„Die Verkehrsfragen im Gebiet und im Umfeld sowie deren Lösung ist eine Grundvoraussetzung für die avisierte Entwicklung dieses zentralen Bereichs.
Hinzu kommt die mittel-/langfristig vorgesehene Regionalstadtbahn (mit Haltepunkt am Bahnhof), die eine große Chance aber auch eine beträchtliche Flächeninanspruchnahme mit sich bringt.
Die planerische Bewältigung der Verkehrsfragen wird unter Betrachtung der gesamten Stadt in einem Verkehrsentwicklungsplan erfolgen. Dennoch ist eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Komplex Verkehr, im Gebiet und dessen Umgebung, im Rahmen der Mehrfachbeauftragung unerlässlich, um zu fundierten städtebaulichen Konzepten zu gelangen.

d.h. doch a) die Bewältigung der Verkehrsfragen erfolgt im Verkehrsentwicklungsplan (wo es auch hin gehört) und b) eine Auseinandersetzung mit dem Verkehr muss trotzdem von den Teilnehmern erbracht werden (ausser ins blaue hinein, wie sollen die das machen?). Der Satz kommt erst einmal sehr unverfänglich daher, aber….

„Die Arbeitsgemeinschaften sollen deshalb:
a)  Über das Gebiet der City Nord hinaus (ohne vorgegebene Abgrenzung)

  • skizzenhafte Vorschläge zur Führung des Durchgangsverkehrs und Anbindung des Gebiets der City Nord
  • die Vernetzung des Gebiets mit den umliegenden Stadtquartieren (u. a. Fußgänger, Radfahrer, Grünbezüge) darstellen.“

und jetzt wird es klar:

„b)  Im Gebiet der City Nord:

  • das zukünftig verbleibende Verkehrsaufkommen in der Karlstraße sowie weiterer für das vorgeschlagenen Verkehrskonzept erforderlicher Verkehrsachsen und 
  • die adäquate Führung der Regionalstadtbahn quantifizieren / präzisieren, um die geforderten städtebaulichen Ziele erreichen zu können.

3.5.1         Fließender Verkehr

Die entwickelten Ansätze des Planungswettbewerbs sind durch die Teilnehmer im Rahmen der Mehrfachbeauftragung insbesondere für folgende Aspekte konkret darzustellen:

  • das übergeordnete Erschließungskonzept
  • das Erschließungskonzept mit Darstellung der Fahrspuren im Gebiet City Nord einschließlich ÖPNV
  • die Fahrspuren auf der Karlstraße inklusive Angabe der verbleibenden Verkehrsbelastung auf Basis der entwickelten Lösungsansätze des Verkehrssystems
  • die Fahrspuren der Entlastungsstraße für die Karlstraße nördlich der Bahnlinie inklusive Angabe der verbleibenden Verkehrsbelastung auf Basis der entwickelten Lösungsansätze des Verkehrssystems
  • die Geometrie der entstehenden Anschlussknotens der Entlastungsstraße
  • ein aussagekräftiger Querschnitt der Karlstraße im Maßstab 1 : 200
  • die Fußgänger- und Radwege im Gebiet City Nord mit Verbindungen zu den benachbarten Stadtquartieren

Der Weg ist hier klar vorgezeichnet, ohne ihn direkt zu nennen, Wetten?

In Punkt 3.8 der Anlage 2 Teil B „Öffentlichkeitsbeteiligung (Teil C) “ wird gesagt:

Bei der Öffentlichkeitsbeteiligung am 25.03.2011, im Rahmen eines Workshopverfahrens, war die Meinung aller Reutlinger zu den Ergebnissen der vier prämierten Wettbewerbsarbeiten vom 13.11.2010 gefragt. Die von den Bürgerinnen und Bürgern erarbeiteten Anregungen, Fragen und Vorschläge sind in Teil C dokumentiert.
Die vier an der Mehrfachbeauftragung beteiligten Arbeitsgemeinschaften sollen diese Anregungen und Vorschläge im Rahmen der Vertiefung des jeweiligen Wettbewerbsentwurfs beachten bzw. auf die gestellten Fragen eingehen.

dazu später mehr….

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Eine Antwort zu City Nord – der Wettbewerb geht in die zweite Runde

  1. Rainer P. schreibt:

    Hallo
    ich hab mal ne Frage:
    Warum wird eigentlich jetzt so einen Druck auf die „Burkhardt und Weberstraße“ gemacht?
    Was soll den der Durchstich durch das Postgelände in Richtung Gutenbergstraße?
    und vor allem: wie geht den der Verkehr dann weiter? in die Tübinger Vorstadt?

    es muss doch nicht noch ne neue zusätzliche Verkehrsschneisse durch Reutlingen geschlagen werden, oder? So ganz erschlißt sich das mir nicht.
    Aber vielleicht wisst ihr mehr.

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