Leserbrief: „Die Frage (der Dietwegtrasse und der Burkhardt+Weber-Straße) drängt!“

Die Dietwegtrasse ist wieder zurück auf der Tagesordnung des Gemeinderats! Mit einem „politischen Beschluss“ ist nach aktuellem Stand noch im Jahr 2011 zu rechnen! Diese Information findet sich in der Gemeinderatsdrucksache 11/018/001, die am vergangenen Dienstag im zuständigen Ausschuss des Gemeinderates behandelt wurde.

Dort heißt es wörtlich: „Im Rahmen des Szenario-1 wird bereits die Frage eines Baus der Dietwegtrasse sowie die Frage des Ausbaus der Burkhardt+Weber-Straße qualifiziert abgehandelt, damit bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ein politischer Beschluss zu beiden Projekten erfolgen kann. In beiden Fällen werden die verkehrlichen Wirkungen der Projekte sowie ihre Risiken und Kosten in Varianten dargestellt“.

Laut Herrn Huber-Erler, Leiter eines der ausführendes Planungsbüros bei der Erstellung des neuen Verkehrsentwicklungsplanes, muss die Frage der Dietwegtrasse und der Burkhardt+Weber-Straße vorzeitig diskutiert werden, weil „die Frage für die Stadt drängt“. Die Stadt will eine Entscheidung noch vor der Fertigstellung des Achalmtunnels. Herr Huber-Erler sagte in der aktuellen Ausschussstizung aber auch „das dieses Thema eigentlich erst in das abschließende integrierte Handlungskonzept und die darauf aufbauende Maßnahmenplanung“ gehört.

Was heißt das nun konkret? Die Stadt und der Gemeinderat verordnet sich einen aufwändigen Prozess zur Erstellung eines professionellen Verkehrsentwicklungsplanes auf Basis einheitlicher und neuer Ist-Zahlen. Und dann will die Stadt noch vor der Erstellung des „abschließenden Handlungskonzeptes“ zwei wesentliche Fragestellungen einfach mal so zwischenrein und vorneweg entscheiden. Und dies bisher ohne, die immer wieder angekündigte, Bürgerbeteiligung!

Nun wollen wir Reutlinger Bürger aber wissen, warum die Zeit so drängt ? Und warum wir und die aus dem beratenden „Mobilitätsforum“ herausgehaltenen Bürgerinitiativen bei einem so wichtigen Thema, wie der Verkehrsentwicklung bis zum Jahre 2025, nicht das „ach so besondere Reutlinger Bürgerbeteiligungsniveau“ erleben können?

Andreas Frosch

 

erschien so ähnlich im GEA vom 09.07.2011


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