mal zur Diskussion: „Anstatt echter Radwege“

am 05.08.2011 kam im GEA folgender Artikel:

Verkehr – Weiße Linie als Schutzstreifen für Radler

Anstatt echter Radwege

TÜBINGEN. Den ersten »Schutzstreifen« für Radfahrer gibt es in Tübingen jetzt entlang der Europastraße. Mit einer weißen Linie und Fahrradsymbolen auf dem Asphalt wurde ein Schutzraum auf der Fahrbahn markiert, der vorwiegend den Fahrrädern vorbehalten ist. Die Linie ist nicht durchgezogen – das bedeutet, dass in Ausnahmefällen auch Kraftfahrzeuge auf dem Streifen fahren dürfen, etwa dann, wenn ein besonders breiter Lastwagen entgegen kommt. Die Kraftfahrer müssen dann aber besondere Rücksicht auf die Radfahrer nehmen.

der ganze Artikel hier…..

ist das wirklich eine Alternative?

oder eine Verschlimmbesserung für die Radfahrer?

gerade unter den passionierten Radlern gibt es hierzu eine heftige Diskussion

Erfahrungen aus anderen Städten

»Da die örtliche Situation in Tübingen an vielen Stellen keine eigenen Radwege zulässt, bieten die neuen Schutzstreifen eine echte Alternative«, freut sich Mirco Sarcoli, der Fahrradexperte in der Tübinger Stadtverwaltung. Der Vorteil der neuen Lösung: Radfahrer genießen einen gewissen Schutz, sie werden von den Autofahrern besser gesehen und Konflikte mit Fußgängern werden minimiert. Da die Verkehrsfläche für den motorisierten Verkehr optisch verkleinert wird, rechnet Sarcoli zudem mit geringeren Geschwindigkeiten der Autofahrer.
eben da…..

na in der Kaiserstraße in Reutlingen kann man das mal ausprobieren, ich habe nicht das Gefühl, dass ich als Radler mich sicherer fühlen darf, gerade heute musste ich auf der Strecke zwischen Karlstraße und Planie zweimal von rücksichtslosen Autofahrern innerhalb von 5 Minuten nötigen lassen, nicht ohne Grund fahren sehr viele Radfahrer inzwischen auf den Gehwegen, was auch nicht zur Reduzierung der Fußgänger und der Radler (an den Kreuzungen) führt.

Oder gibt es andere Erfahrungen?

 

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Eine Antwort zu mal zur Diskussion: „Anstatt echter Radwege“

  1. bikebloggerberlin schreibt:

    In Berlin ist die Einrichtung von Radspuren (nicht zu verwechseln mit Schutzstreifen) inzwischen gängige Praxis. Nicht überall, aber es werden immer mehr Radspuren angelegt. Man erkennt sie am durchgängigen weißen Streifen. Unabhängig davon, welche Markierung vorhanden ist: PKW-Fahrer sind schon von der Fahrschule her darauf trainiert, Fahrbahnmarkierungen zu beachten. Sicher machen es nicht alle überall, aber die meisten tun es. Echte Radspuren werden nach meinen Erfahrungen selten überfahren, Schutzstreifen schon öfter mal. Das größere Problem in Innenstädten ist hier eher, dass diese Wege leider häufig zugeparkt werden, so dass der Vorteil (Sichtbarkeit, größerer Abstand zum motorisierten Verkehr) an diesen Stellen wieder zunichte gemacht wird.
    Die Anlage dieser Spuren muss also durch entsprechende Kontrollen der Ordnungsämter begleitet werden.
    Zu dem von dir beobachteten Verhalten: Nötigung auf unseren Straßen wirst du nie ganz abstellen können. Der beste Schutz davor ist dann gegeben, wenn Schutzstreifen und Radspuren wirklich von Radfahrern angenommen werden und Autofahrer die Radfahrer nicht mehr als störende Exoten wahrnehmen. Und gegen akute Nötigung hilft häufig freundliches Vorbeiwinken 😉

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