Einsiedel: Griesinger gegen Daimler-Projekt Einsiedel

Es ist immer die gleiche Tour: da kommt ein mächtiger Konzern mit dem Versprechen „wir schaffen bei Euch 300 hochwertige Arbeitsplätze“ und schon fühlen sich Kommunalpolitiker gebauchpinselt (ich weiß, nicht alle), dass das i.d.R. nicht stimmt (den wo wohnen die den dann wirklich? wenns soviele den wirklich werden) wird immer erst hinterher bedauert (egal was andere „Nörgler“ im Vorfeld schon gesagt haben).

Fritz-Eberhard Griesinger, seines Zeichens ehemaliger Forstpräsident in Tübingen, meldet sich sehr deutlich zu Wort und fordert alle auf ihre Stimme zu erheben, die Baden-Württembergs größtes geschlossenes Waldgebiet außerhalb des Schwarzwalds, der 156 Quadratkilometer große Naturpark Schönbuch nicht mit einem Testcentrum des Daimlerkonzerns im Bereich der Domaine Einsiedel „veredelt“ haben wollen.

Er fordert alle Gruppen, Institutionen, privat Personen, also uns alle, auf aktiv zu werden.
Wir unterstützen diesen Aufruf voll und ganz.

Hier der Artikel im GEA vom 27.09.2011:

»Ein Keil im intakten Gebiet«

Von Ingeborg Kunze

STUTTGART/ TÜBINGEN. Baden-Württembergs größtes geschlossenes Waldgebiet außerhalb des Schwarzwalds, der 156 Quadratkilometer große Naturpark Schönbuch, darf nicht gestört werden durch ein Prüf- und Technologiezentrum mit Testparcours auf dem Einsiedel bei Kirchentellinsfurt. Gegen das von der Daimler AG und der Hofkammer des Hauses Württemberg gemeinsam vorgeschlagene Projekt meldet Fritz-Eberhard Griesinger (Reutlingen), bis 2006 Forstpräsident des Regierungsbezirks Tübingen, Umwelt-Bedenken an. In ein intaktes Gebiet würde ein Keil geschlagen.
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Eine Antwort zu Einsiedel: Griesinger gegen Daimler-Projekt Einsiedel

  1. Schildbuerger schreibt:

    Willkommen im Club! In Nellingen und Sulz wird schon lange gefordert (außer von den jeweiligen Gemeindevertretern, natürlich), dass die Teststrecke auf Konversionsflächen gehört, auch wenn das der ja wirklich unheimlich wichtigen Forderung (für einen Autokonzern!) ‚eine-Stunde-von-Sindelfingen‘ vielleicht nicht gerecht wird.
    Da Land(-Erhalt) hierzulande nichts wert zu sein scheint, kann wohl nur die Grüne Regierung ein Machtwort sprechen, allen anderen scheint der scheinbar nahe Profit viel wichtiger zu sein. Vielleicht macht sich diese Regierung auch mal klar, dass die Bundeswehr-Reform leere Standorte zurücklassen wird, für die der Steuerzahler noch lange Erhaltungs- und Schutzmaßnahmen bezahlt. Da könnte, mit dem entsprechenden politischen Willen, ja vielleicht ein Konsens gefunden werden, der alle glücklich macht: Daimler kriegt viel Fläche im Heimatländle BW, kann diese womöglich gar noch renaturieren (was für ein Prestige-Gewinn!), das Land/der Bund ist eine Altlast los, der Steuerzahler hat weniger zu zahlen und Baden Würrtemberg hat wahrhaftig Land gewonnen!

    Übrigens, von den „hochwertigen“ 300 Arbeitsplätzen – die Anzahl der an den Standorten bestehenden Arbeitsplätze, die verloren gehen, müßte korrekterweise abgezogen werden!- also, von den dann neu zu schaffenden Arbeitsplätzen sind mindestens 230 Testfahrer. Unter „hochwertig“ hätte man in Schilda etwas anderes verstanden….

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