Dietwegtrasse: „Begrabt die Planungen“

die BI Dietwegtrasse hat eine Pressemitteilung herausgegeben, die ich Euch nicht vorenthalten will:

Orschel-Hagen Süd – wir machen Anregungen für den Ideenwettbewerb –
es besteht sehr wohl ein Zusammenhang zwischen dem Neubaugebiet und der „Dietwegtrasse“

Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren,
mit dem noch in diesem Jahr beginnenden Ideenwettbewerb geht die Süderweiterung von Orschel-Hagen nun in die nächste Phase. Bei der Bürgerveranstaltung am 17. November in der Gutenbergschule unter dem Motto „Zuerst sind Sie dran“ haben sich sehr viele Bürger aktiv eingebracht. Auch wir, die Bürgerinitiative „Keine Dietwegtrasse“ waren mit mehreren Personen an diesem Abend vertreten. Unsere Anregungen haben wir auch schriftlich eingebracht.

Zusammenhang mit Dietwegtrasse ganz klar vorhanden!
Herr Martin Göppert, der stellvertretende Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Vermessung, sagte an diesem Abend auf eine Bürgerfrage nach der Dietwegtrasse „Es gibt keinen Zusammenhang mit der Dietwegtrasse!“ Das ist sachlich falsch! Wir widersprechen dieser Aussage in aller Form!
Gerade Herr Göppert muss es eigentlich besser wissen, denn ..1

  1.  … wird in unmittelbarer Nachbarschaft des geplanten Neubaugebietes Orschel-Hagen Süd (Luftlinie etwa 200 m) eine Trasse für die Bundesstraße B464 zwischen Rommelsbacher Straße und dem Knoten Efeu (Dietwegtrasse) offengehalten. Die Trasse selbst soll dabei laut Planungen der Stadt Reutlingen Bestandteil einer überregionalen LKW-Führungsroute werden. Zwei von drei angedachten Varianten sollen offen geführt werden. Im Mai 2007 wurde die Planung dann ja unterbrochen und „als nicht vorrangig im direkten zeitlichen Zusammenhang mit dem Bau des Achalmtunnel“ eingestuft.
  2. … ist Herr Göppert der Verantwortliche bei der Stadt Reutlingen in Sachen Verkehrsentwicklungsplan. Bei diesem Prozess werden gerade zwei Soll-Szenarien bearbeitet, bei der die Dietwegtrasse in mehreren Teilvarianten detailliert untersucht wird. Wobei die Frage eines Baus der Dietwegtrasse noch vor dem Erstellen des integrierten Handlungskonzeptes einem politischen Beschluss zugeführt werden soll. Details siehe Gemeinderatsdrucksache 11/018/01 vom 30.03.2011.

Bei diesem Sachstand muss schon beim jetzigeIdeenwettbewerb die „B464 neu“ (Dietwegtrasse) in allen möglichen Varianten, als eine maßgebliche Rahmenbedingung berücksichtigt werden! Und den Bürgern die sich in Orschel-Hagen Süd niederlassen wollen, sollte vor Baubeginn offen gesagt werden, ob sie in unmittelbarer Nachbarschaft eine lärmende und stinkende Bundesstraße erwartet.

Nun ist es aber so, dass aufgrund der aktuellen Verkehrsentwicklungsplanzahlen die Aussage aus dem alten Gesamtverkehrsplan überdeutlich bestätigt wurde: Die Dietwegtrasse bringt keinerlei Entlastung für die Reutlinger Innenstadt! Im Gegenteil wird sie die ohnehin schon viel zu hohe Hintergrundbelastung mit Luftschadstoffen weiter erhöhen.

Orscheläcker und Dietweggebiet nur für Wohnen und Naherholung!

Aus diesem Grund fordern wir die Stadtverwaltung und den Reutlinger Gemeinderat auf, die seit Mai 2007 auf Eis liegenden Planungen für die Trasse endgültig zu begraben!
Dies wegen der zukünftigen Bewohner von Orschel-Hagen Süd. Und weil der Erhalt der
Orscheläcker und des Dietweggebiets, in ihrem heutigen Zustand, als das fußläufige, barrierefreie Naherholungsgebiet für die Bewohner der angrenzenden Stadtteile für uns alternativlos ist.

Innovatives, modernes Wohnen neben LKW-Führungsroute?
Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Anregungen zum Ideenwettbewerb gemacht:

  1. Ein neues Baugebiet, das heute genauso innovativ und zukunftsweisend sein soll, wie das Gartenstadtkonzept vor 50 Jahren, verträgt in keinem Fall in unmittelbarer Nachbarschaft eine Umgehungsstrasse, die auch noch als „LKW-Führungsspur“ für den überörtlichen Transitverkehr fungieren soll.
  2. Das neue Wohngebiet soll besonders auf die Zielgruppe junge Familien mit Kindern und Senioren in neuen, generationengerechten Wohnformen, zugeschnitten werden. Diese beiden Bevölkerungsgruppen benötigen ausreichend und leicht zugänglichen Bewegungsraum im direkten Wohnzusammenhang. Aus diesem Grund sollten die angrenzenden Orscheläcker als gefahren- und barrierefreier Naherholungsraum dafür auch innovativ einbezogen werden.
  3. Bei der Erarbeitung der Erschließungsalternativen (anstelle der „Kirchenspaltung“) sollten auch bisher für die sogenannte Dietwegtrasse freigehaltene Teilflächen uneingeschränkt mit einbezogen werden können. Dabei darf es aber in keinem Fall zu einer durchgehenden Verbindung zwischen Rommelsbacher und Roanner Straße kommen!

Den Ideenwettbewerb und den sich daran anschließenden Realisierungswettbewerb für Orschel-Hagen Süd werden wir genauso aufmerksam und aktiv verfolgen wie den Verkehrsentwicklungsplanprozess. Dieser wird ja weiterhin ohne die seit 2007 mehrfach in Gemeinderatsdrucksachen angekündigte Bürgerbeteiligung durchgeführt.

Ihnen allen wünschen wir eine ruhige und besinnliche Adventszeit!
freundlich grüßt

Ihre BI Keine Dietwegtrasse

soweit die Pressemitteilung der BI.
Der GEA hat noch nicht berichtet, das Schäbische Tagblatt auch noch nicht, aber die Reutlinger Nachrichten, hier zu weiter lesen…….

auf der Hompage der BI Keine Dietwegtrasse hier…… bzw. als PDF

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Eine Antwort zu Dietwegtrasse: „Begrabt die Planungen“

  1. Alex schreibt:

    Gute und richtige Ansätze,
    Ihr sollte allerdings das Ergebnis des Wettbewerbs „City Nord “ nicht aus den Augen lassen, den meiner Meinung nach ist das eine der entscheidenden Knackpunkte für die Reutlinger Verkehrsentwicklungsplanung, die Öffnung der Burkhardt und Weberstraße in Richtung Tübinger Vorstadt (das FranzK wird direkt geschrammt)!
    Diese Spange und die Dietwegtrasse sollen ja noch vor dem VEP durchgedrückt werden, beim Punkt City Nord macht man das mit der (abgekarteten) Wettbewerbsentscheidung und beim Dietweg????

    Also Dran bleiben!!!

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