„Bürgerbeteiligung“ à la Reutlingen, hier City Nord

über die „„Bürgerbeteiligung“ à la Reutlingen“ wurde hier ja schon einiges geschrieben, die Stadt Reutlingen bleibt ihrer Linie leider treu und macht genau so weiter….

Derzeit läuft ja die Ausstellung City Nord, die in Bezug auf die zukünftige Verkehrsplanung nicht ganz unbedeutend ist (siehe Burkhard & Weberstraße: die Schaffung einer neuen Verkehrsverlagerungschneise).

In den Führungen wird das Ergebnis natürlich in den schönsten rosa Farben beschrieben (das ist aus der Sicht der Stadt nicht verwunderlich und ok), aber es wird immer wieder auf die Beteiligung der Bürgerschaft, deren Wichtigkeit für den weiteren Prozess hingewiesen, die Besucher sollen ihre Meinungen in einem Meinungsbuch hinterlassen und es können schriftliche Eingaben/Anregungen (auf Nachfrage) bis Mitte Februar abgegeben werden, mit dem Versprechen, das der Gemeinderat diese Bürgeräusserungen vor der weiteren Beauftragung zu einem Rahmenplan zur Information als Grundlage für seine Entscheidungen bekommen würde.

Und ?…….

Wie verträgt sich das mit der nichtöffentlichen Beratung der Auftragsvergabe an die beiden Preisträger zur Rahmenplanung am kommenden Dienstag und dem Beschluss der Auftragsvergabe im Gemeinderat am Ende des Monats?

Die Ausstellung zur City Nord läuft noch…..

Es macht einfach mal wieder deutlich, wie trotz der laufend anderen Äusserungen aus Politik und Verwaltung, wie gering der Stellenwert einer Bürgerbeteiligung in Reutlingen ist.

Diejenigen, die es ernst nehmen, was geäussert wird, werden spätesten nach dem zweiten Durchlauf dieser Art, das sie mitmachen, das Gefühl in sich aufsteigen fühlen: hier werde ich aber nicht ernst genommen, oder diese Art der Beteiligung ist ein Feigenblatt……

Schade, so kann eine positive aktive Beteiligung von Bürgern an der Stadtentwicklung (und damit einer verstärkten Identifikation mit ihrer Stadt) auf Dauer nicht entstehen!
Es wäre an der Zeit, das sich das ändert!

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4 Antworten zu „Bürgerbeteiligung“ à la Reutlingen, hier City Nord

  1. Andi schreibt:

    ich hab mir meinen Frust zum Thema Beteiligung in Reutlingen schon vor langen abgeholt.
    Dann habe ich nochmals einen Versuch gemacht (City Nord) und …..

    …..richtig neuer Frust, Zwar wird pseudomäßig versucht den Bürgeren das Gefühl zu geben sie würden ernst genommen, aber der Ablauf ist immer wieder vergleichbar:

    – Begrüßung
    -Vortrag eines Experten (viel Laber Laber Laber)
    – und dann gibts für einige Minuten ne weiße Wand mit ein paar Thesen (oder einem langen Text) und dann sollen sie schnell auf Kärtchen was kritzeln.

    Es ist aber (fast) egal was auf den Zetteln steht, wenn man den weiteren Ablauf sich anschaut => keine Erkennen der EIngabe mehr möglich…..

    und dann… die nächste Veranstaltung: gleicher Ablauf, ohne das das Vorherige wirklich eingefossen wäre.

    Liebe Stadt Reutlingen,
    lasst euch was besseres einfallen, wie wäre es mit ERNST NEHMEN?

  2. Carl schreibt:

    Frage:
    wann kommt den die Bürgerbeteiligung zum Verkehrsentwicklungsplan?

  3. K. S. schreibt:

    Da kann ich Euch nur beipflichten, es trifft wirklich meine Gemütslage, auch wenn ich das vermutlich drastischer ausdrücken würde (vera……).

    Gerade bei City Nord -bei der Art wie der Wettbewerb duchgeführt wurde- kommt mir doch die Zweifel nach den Motiven und Zielen.

    Kann es sein, dass das Gedöhns nur durchgeführt wurde, um schnell -noch vor der der öffentlichen Diskussion über den Verkehrsentwicklungsplan- eine autogerechte Verteilungsschneise (Bezug Karlstraße mit über 40.000 Fahrzeuge/Tag) politisch duchzudrücken (Hinweis auf die Aussagen von Herrn Huber-Ehrler in einer Gemeinderatsvorlage zum VEP, ich glaube irgendwo in diesem Blog gibts einen Link dazu)?

    Kann es sein, dass die Bürgerinformation /-beteiligung zum Verkehrsentwicklungsplan erst dann erfolgen soll, wenn diese Schneisse und die Dietwegtrasse „nicht mehr umkehrbar“ beschlossen ist?

    Es gibt einen Zusammenhang mit alter und aus meiner Sicht längst überholte Verkehrsplanung aus dem letzten Jahrhundert mit diesem Wettbewerb.

    Das muss man offen sagen! Die Stadt tut´s sicherlich nicht.

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