Ergänzung: Verkehrsplanerin Meyer »Warum nicht dafür eingesetzt?«

es gibt immer mehrere Aspekte zu einem Thema/Ereignis, so auch zum letzten Post hier.

Im Nachklatsch auf das Interview von Frau Mayer im GEA gab es einige Aufreger, Leserbriefe und weitere Artikel in den Lokalzeitungen.

Ich möchte hier einen rausgreifen und online stellen, die anderen als Links am Ende des Posts zur Verfügung stellen.

Leserbrief, veröffentlicht im GEA am 15.09.2012:

Verkehrsplanerin Meyer

»Warum nicht dafür eingesetzt?«

Während sich Verkehrsplanerin Karin Meyer auf dem Reutlinger Rathaus 22 Jahre um die Belange des Verkehrs der Stadt bemüht hat, gilt das für den Kreisverband Reutlingen des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD) sogar seit fast 25 Jahren.
Dadurch ergab es sich von selbst, dass es immer wieder zu Begegnungen bei der politischen Arbeit kam: Frau Meyer als Vertreterin der Stadt, der VCD als Vertreter von Bürgerinitiativen und verkehrspolitisch engagierten Bürgerinnen und Bürgern.

Keine Frage, mit über 200 Gemeinderatsvorlagen war Frau Meyer sehr fleißig und hätte einen netteren Abschied vom Reutlinger Rathaus verdient, sofern das überhaupt möglich ist. Aber wenn die Verkehrsplanerin der Stadt als »Abschiedsgeschenk« eine Vision mit Stadtbahn, einem guten Busnetz, Verbesserungen im Radverkehr und sogar »Shared Space« hinterlässt, muss sie sich schon vorwerfen lassen, warum sie sich dafür in den vergangenen 20 Jahren so wenig eingesetzt hat.

Im Rückblick erscheint daher die Vorstellung, Frau Meyer könnte für eine Stadtbahn durch die Innenstadt und für ein vernünftiges Radverkehrsnetz verantwortlich sein, schon reichlich bizarr. Für VCD und Bürgerinitiativen war das Ergebnis fast jeden Treffens mit der Verkehrsmanagementleiterin immer gleich: Gibt?s nicht, geht nicht und stets einen Paragrafen der StVO zur Hand, um auch kleinste Verbesserungsvorschläge abzubügeln. Und wenn es ausnahmsweise einmal keinen Paragrafen gab, lehnte sich die Planerin entspannt zurück und verwies auf den verkehrspolitisch rückständigen Gemeinderat.

Im letzten Punkt immerhin bestand Übereinstimmung zwischen Frau Meyer und dem VCD. Trotzdem war es verkehrspolitisch hoffentlich eine gute Entscheidung von Baubürgermeisterin Hotz, die Verkehrsplanung dem wenig flexiblen Tiefbauamt zu entziehen, was schließlich Frau Meyers Kündigung nach sich zog.

Der VCD ist sehr gespannt, ob das jetzt zuständige Amt für Stadtentwicklung in der Lage sein wird, eine zukunftsweisende Verkehrsplanung für Reutlingen voranzubringen.

Florian Müller, Verkehrsclub Deutschland e.V., Kreisverband Reutlingen

hier die Links:

Leserbrief »Warum nicht dafür eingesetzt?« im GEA 15.09.2012

Leserbrief »Kritik trifft auf Frau Meyer zu« GEA 08.09.2012

Tagblatt : „Störfeuer für die Mediation -Baubürgermeisterin Ulrike Hotz äußert sich zu neuen Vorwürfen gegen ihren Amtsstil“ am 06.09.2012

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