„Nur der erster Baustein“ ….. die Weichenstellung für Verkehrsberuhigung in den Ortsteilen

der Gemeinderat hat über die Auswirkungen des Achalmtunnels auf den Verkehrsentwicklungsplan diskutiert. Reichlich spät, wie ich finde. Das Thema dürfte schon lange, aber wirklich lange bekannt sein.

Für Sondelfingen, Orschel-Hagen und die Oststadt sollen jetzt detaillierte Planungen und Maßnahmen ausgetüftelt werden, wie der Durchgangsverkehr ausgebremst werden kann – der, so alle Prognosen, durch  den  Achalmtunnel vor allem im ohnehin geplagten Sondelfingen und auch Orschel-Hagen erheblich zunehmen wird.
Bis zur Inbetriebnahme des Achalmtunnels 2017 sollen die noch zu erarbeitenden Vorstellungen deshalb weitgehend umgesetzt sein.

Die vorgestellten Maßnahmen waren wie auf den sogenannten Bürgerabenden dürr und wage. Allgemein sollen Mahßnahmen zur Verkehrsberuhigung vorgeschlagen werden (Tempo 30, LKW-Durchfahrtsverbote usw.). Konkret ist aber was anders….

Der Spruch von Planungsamtsleiter S. Dvorak, dass „der Achalmtunnel die Grundlage für ein solides Verkehrskonzept sei und die Lebensqualität in Reutlingen „spürbar“ verbessern würde“ erscheint im Hinblick auf die bekannten Fakten doch eine sehr mutig Aussage zu sein.

Da darf man gespannt sein ob die Reduzierung von Feinstaub in der Innenstadt in entscheidenden Größen tatsächlich auftritt, ob der Verkehr tatsächlich so abnehmen wird und ob die heutigen durch Reutlingen führenden Bundesstraßen tatsächlich zu „attraktive Stadträume“ werden, Zweifel darf man bei soviel Schönfärberei doch anbringen.

6-8 Millionen -für die Konzepte und die Umsetzung der ersten Maßsnahmen für die erst mal am stärksten betroffenen Ortsteile- werden von der Baubürgermeisterin Hotz veranschlagt. Da haben aber einige Gemeinderäte geschluckt, denn wie einer messerscharf geschlossen hat „das ist erst der Anfang“.

Das nenne ich als Bürger aber wirklich nicht besonders weitsichtig.
Da bewahrheitet sich einfach mal wieder: nach dem (unreflektierten) Jubeln, kommt irgend wann der heftige Kater….

Na dann warten wir mal ab, was im Dezember im Gemeinderat los ist, wenn nicht nur über ein paar Bausteine zum Verkehrsentwicklungsplan geredet werden wird, sondern wenn der Verkehrsentwicklungsplan als Ganzes auf der Tagesordnung steht……

…und welche Überraschungen es dann für unsere Parlamentarier gibt.

Entscheidend wird dann aber auch sein, welchen Schwerpunkt die Gutachter gesetzt haben, ob der Schwerpunkt auf den MIV (motorisierter Individualverkehr) liegt, oder ob alle Verkehrsarten (Fuß, Rad, ÖPNV und MIV) ihre Berücksichtigung finden und einen veränderte Bewertung (gegenüber heute)  erhalten.
Das von Gabriele Janz geforderte Mobilitätskonzept ist genau das was notwendig und weitsichtig wäre.

Ach ja noch was: eine umfassende Bürgerbeteiligung sei vorsorglich schon mal angemahnt, und zwar nicht nur in einem 3 Stunden Bürgerabend, sondern als ein kontinuierlicher Beteiligungsprozess, hier könnte die Stadt und der Gemeinderat mal zeigen wie man möglichst viele Bürger/Betroffene ernsthaft mitnimmt.

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