Wann und wie geht es mit der Regionalstadtbahn weiter?

Dies fragt sich nicht nur Landrat  Reumann, auch die interessierte Öffentlichkeit sieht mit Bangen auf das weitere Vorgehen des Landkreises. In einer Pressekonverenz hat Reumann einen ergänzende Studie zur Stadtbahn für Ende November angekündigt in dem die Umsetzung einer (mittlerweile erweiterten) Teillösung bis 2019 geprüft wird.

Der Landrat reagierte auf ein Schreiben des Zentralstellenleiters im Stuttgarter Verkehrs- und Infrastrukturministerium, des grünen Tübinger Kreisrats Gerd Hickmann, an die Regionalpolitiker der Region. Bekanntgemacht wurde dieses Schreiben durch den Kreistagsabgeordneten und Reutlinger Sprecher des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Christoph Joachim.

Der Zentralstellenleiters im Stuttgarter Verkehrs- und Infrastrukturministerium hatte darin moniert, dass es „für die Regionalstadtbahn Neckar-Alb leider noch keine politischen Beschlüsse gäbe“ und von der Region immer noch keine bis 2019 umsetzbare „Stufe 1“ mit entsprechendem Nachweis eines positiven volkswirtschaftlichen Nutzens vorgelegt worden sei. „Das politische Signal ist aber klar mit beschlossen worden: Wenn es gelingt, weitere Projekte wie die Regionalstadtbahn Neckar-Alb in die Bundesförderung zu bekommen, wird sich auch das Land um die Landes-Kofinanzierung bemühen. Daran wird es dann also sicherlich nicht scheitern!“ so Hickmann.

Letztlich geht die Auseinandersetzung zwischen Land und Landkreis darum mit welchem Nachdruck die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollern-Alb-Kreis die notwendigen Untersuchungen und politischen Entscheidungen voranbringen.

Das Jahr 2019 hängt den handelnden Personen im Genick, da da die GVFG-Förderung bisherigen Zuschnitts ausläuft und es bisher noch keine Nachfolgeprogramme gibt.

D.h. bis 2019 müssen Vorhaben (oder Teilvorhaben) fertig geplant, gebaut und abgerechnet sein, sonst gibt es keinen Zuschuss und die Kreise könnten die Summen die da im Raum stehen sicherlich nicht aufbringen.

Eine Lösung für ein Teilvorhaben ist unter Beteiligung der zuständigen Gremien der Landkreise Reutlingen, Tübingen, Zollern-Alb, dazu der Städte Reutlingen und Tübingen sowie des Regionalverbands entwickelt worden: Die bestehenden Schienenstrecken in der Region, Ammertal-, Ermstal- und Zollernbahn, sollen elektrifiziert werden und zusammen mit der Neckartalbahn auf annährend „Stadtbahnniveau“ mit erhöhtem Takt, neuen Halte- und Ausweichstellen gebracht werden.

Das Planungsbüro PTV, das auch die Standardisierte Bewertung verfasst hat, hat den Auftrag vom zuständigen Landrat erhalten, benötigte jedoch mehr Zeit als geplant für die Untersuchung, da der Untersuchungsauftrag in der Zwischenzeit von den Landkreisen erweitert worden ist. Wenn die Ergebnisse vorliegen und diese vom Bund akzeptiert worden werden, so kann, laut Reumann, in den Gremien Mitte 2013 die notwendigen Beschlüsse gefasst werden.

Nur ist es dann nicht schon zu spät?

Auffallend ist, dass sich die Beteiligten in letzter Zeit sehr mit ihrem Einsatz für die Stadtbahn zurück gehalten und so das Projekt Regionalstadtbahn nicht gerade gefördert haben.

Die politische Forderung muss nun lauten:

„JETZT ABER VOLLGAS FÜR DIE REGIONALSTADTBAHN“

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