mal etwas Background: Wiener Ringstraßenpassagen (derive)

es gibt eine sehr gute regelmäßige Publikation zum Thema Stadtforschung und zwar die Zeitschrift dérive (mehr hier…..). Die Macher stecken auch hinter dérive – Radio für Stadtforschung mit monatlichen Radiosendungen, die man auch im Internet anhören/abrufen kann.

Anfang September kam eine wirklich spannender Essay mit dem Titel „Wiener Ringstraßenpassagen“ wirklich hörenswert…… hier ……

hier der Ankündigunstext:

Wiener Ringstraßenpassagen – Unterirdische Stadträume im Wandel
Im Glauben an eine autogerechte Stadt entstand jener Reigen von fünf Fußgängerunterführungen entlang der Ringstraße in den Jahren 1955 – 1964 als modernistische Neuschöpfung der Passage im Nachkriegswien – ehe andere städtische Leitideen den Traum vom uneingeschränkten Verkehrsfluss in Frage stellten. Die Opern- und Schottenpassage, Bellaria-, Babenberger- und Albertinapassage haben seither einen Bedeutungswandel erfahren, der die Frage aufwirft, welche unterschiedlichen Entwicklungen die einzelnen Passagen im Zuge veränderter gesellschaftlicher Nutzungsanforderungen genommen haben und noch nehmen werden. Zunächst begeben wir uns in die Zeit ihrer Errichtung, um den Medienrummel dieser städtischen Inseln der Modernität zu verstehen, um von dort aus ihren Zeitspuren der letzten Jahrzehnte auf den Grund zu gehen.

Siegfried Mattl, Dozent am Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien und Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte und Gesellschaft und Wolfgang Salcher vom österreichischen Bundesdenkmalamt kommentieren jeweils aus ihrer fachspezifischen Sicht – den gesellschaftlichen, baulichen und sozialen Wandel dieser unterirdischen Stadträume. Sie äußern sich zu möglichen und notwendigen Umgangsformen mit diesen Nachkriegsarchitekturen in unserer heutigen Gegenwart, sei es nun Umnutzung, Erhalt durch Sanierung oder seien es Anliegen, die sich an ihre soziale und politische Funktion als Stadtraum einer vielfältigen und durchmischten NutzerInnenschaft richten.

Im Anschluss widmet sich Manfred Russo in seiner Audioserie, der Geschichte der Urbanität, den mit Kuriositäten bestückten Warenwelten, die „als seltsame Mischgebilde von Haus und Straße“ einen völlig neuen Bautypus in die europäische Stadt einführen. Hier im modischsten Paris entstanden neue Durchgänge inmitten von Häuserblocks, „die in grellem Licht und düsteren Winkeln raumgewordene Vergangenheit bewahrten.“ Die dérive – September Sendung steht ganz im Zeichen der Passage.

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Aktion, Bürgerengagement, Dietwegtrasse, Hintergründe, Information, News, Phantasie, Politik, Presse, Verfahren abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu mal etwas Background: Wiener Ringstraßenpassagen (derive)

  1. diefreiengedanken schreibt:

    das Netz ist unergründlich…
    die Seite lohnt sich wirklich, auch die von derive.at

  2. Maier schreibt:

    die Seite ist richtig klasse, da gibt’s Sendungen zu noch weiteren Themen zur Stadt, echt empfehlenswert.

  3. A. P. schreibt:

    der Link ist wirklich interessant.
    Vielleicht verlinkt ihr direkt gute Sendungen hier….

  4. Peter schreibt:

    toller Link!
    habt Ihr davon merh?
    Guten Rutsch für 2013 und liefert weiter so gute Infos
    Gruß
    Peter

  5. meini schreibt:

    diesen Podcast kannt ich noch nicht,
    HERVORRAGEND!

    (wenn auch nicht für jeden geeignet)

  6. Armin K. schreibt:

    ein echt toller Tipp. Danke

Schreibe eine Antwort zu Peter Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.