Vom Hüh-nicht-Hott Konzept zu Tempo 30 auf der Ohmenhausener Ortsduchfahrt

Nach einer unsäglichen Debatte um die Tempo-Reduzierung auf 30 km/h auf einen rund 600 Meter langen Teilabschnitt der Ortsdurchfahrt Ohmenhausen (L 384) wird ab Montag endlich das einzig Sinnvolle für Ohmenhausen umgesetzt:

Die vollständige Reduzierung auf der Ortsdurchfahrt auf 30 km/h

Es wird aber auch echt Zeit!

Als Begründung wird von der Stadt Reutlingen wie auch vom RP genau die gleichen Argumente angeführt, wie auch für das Hüh-Hott-Expermiment.

  • Die hohe Verkehrsbelastung auf der Straße,
  • Die zu starken Lärmbelastungen der Wohngebäude an der Hohen Straße bzw. Neuen Straße
  • Verbesserung der Luftreinhaltung
  • Bessere und sichere Querung durch die „schwächeren“ Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Radfahrer

Für die Umsetzung war die Zustimmung des Regierungspräsidiums beziehungsweise des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg erforderlich, die mittlerweile vorliegt. Man staunt, den beide Institutionen zeigten sich in der Vergangenheit nicht so besonders einsichtig.

Egal, das Ergebnis zählt!

Ab Montag den 15.04.2013 darf die Stadt die Einhaltung der Regel regelmäßig überprüfen, den ansonsten hat das Schilder aufstellen keinen großen Sinn.

Man kann den Ohmenhäusern jetzt wünschen, dass sie
a) ein wenig vom Verkehrsterror entlastet werden und
b) das die Hetzerei gegen den Ortschaftsrat und vor allem gegen die Ortsvorsteherin Heide Schnitzer endlich aufhören.

Ruhe, und zwar im mehrfachen Sinne, kann der Ohmenhausen jetzt gut vertragen.

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14 Antworten zu Vom Hüh-nicht-Hott Konzept zu Tempo 30 auf der Ohmenhausener Ortsduchfahrt

  1. Metzler schreibt:

    bin schon 32 Jahre in Ohmenhausen und wohne im Bereich alter Sportplatz an der Landstraße. Hier darf noch mit 70 km/h gefahren werden und ich habe kein Problem damit. Die 30er Zone ist für mich ein Schildbürgerstreich und bingt meiner Ansicht nach überhaupt nichts, im Gegenteil bisher im 3 oder 4. Gang (berg runter) gefahren ohne groß bremsen zu müssen, jetzt im 2. Gang und immer mit bremsen, den Berg rauf ebenfalls im 2. Gang, hier habe ich zum ersten einen höheren Spritverbrauch und der Lärmpegel ist auch höher. Meiner Ansicht nach wäre ein Kompromiss eine Tempo 40 Regelung und den Straßenbelag mit einem Flüsterasphalt zu versehen, aber dann würden ja der Stadt Reutlingen die „Blitzeinnahmen“ fehlen.
    Ich selbst fahre jetzt nicht mehr durch die Ortsdurchfahrt Ohmenhausen nach Reutlingen zum einkaufen, sondern fahre mehr nach Gomaringen bzw. nach Mössingen (da habe ich im Industriegebiet alle Einkaufsmöglichkeiten) und trage dort mein Geld hin. Dies ist jetzt meine Konsequenz.

  2. peter schreibt:

    Es wird sich doch nichts ändern solange es keine alternative gibt und Ihr wart doch bestimmt nicht schon in Ohmenhausen bevor diese strasse existierte….

  3. ffw schreibt:

    Mag sein, dass die Schilder „besser“ geworden sind, doch grösser sind sie keinesfalls geworden und gehen im hiesigen Schilderwald fast unter. –
    Tempo 50 bei Ortsdurchfahrten ist uns über Jahre hinweg in Fleisch und Blut übergangen und Tempo 30 ist wahrlich zum Glück immer noch nicht die Regel. –
    Dass die Ortsdurchfahrt Ohmenhausen auf der L384 zu einem kleinen Goldgrüble geworden ist, ja, das liegt an den stationären Blitzern –
    doch ich möchte ernsthaft anzweifeln, daß vorsätzlich zu schnell gefahren wird. – Es ist eher eine Sache der Verhältnismässigkeit beider Kenntlichmachung.
    Hierzu wollte von der Behörde für den Anfang mal auch kein über die Strasse gespanntes Transparent gestattet haben wollen und ein gelbes Blinklicht über über dem Tempo-30 Schild wollte „amn“ schon mal aus gutem Grunde schon mal gar nicht. –
    Wie schon bereits erwähnt, so wurde vor geraumer Zeit in einer grösseren Stadt im Bodenseeraum mit Blinklichtern wie im Baustellenbereich üblich verwendet, das Tempo 30 Gebotsschild ergänzt und siehe da, es wurde definitiv weniger geblitzt. –
    Auf Drängen des dortigen Ordnugsamts wurde die von der Verkehrsbehörde veranlasste Blinkleuchte wieder entfernt und siehe da, das Goldgrüble war wieder am sprudeln – Klar, dass dies denn so auch bewusst gewollt ist. – Ich bin nicht gegen Tempo-30 – doch ich bin für eine bessere Kentlichmachung von Tempo-30 Bereichen – vor allen Dingen in solchen Bereichen mit einem derart hohen Verkehrsaufkommen.

    • Admin schreibt:

      na die Argumente vermehren sich aber auch nicht gerade…..
      daher siehe vorheriger Post!

      • ffw schreibt:

        @ Admin: wenn schon, denn schon bitte sachlich bleiben. es kann durchaus verschiedene Betrachtunsweisen dahingehend geben. Es geht auch schon lange nicht mehr um tempo 30, 50 …. „Schleicher oder Raser“ – es geht vielmehr mal wie immer nur ums liebe Geld.
        Dabei scheint hier jedes Mittel recht zu sein – verzichtet und vernachlässigt bewusst auf konkrete Maßnahmen zur besseren Kenntlichmachung solcher Bereiche. –
        Es wird mit der StVO und EU-Fordungen Versteck gespielt, welchen angeblich nur so und nicht anders aus dem Wege gegangen werden könne. – „Wir wissen auch nicht, was wir machen sollen, deswegen machen wir halt was, auch wenn’s letztendlich nicht viel bringt. –
        Es geht offenbar auch anders und vor allem zeigt Ravensburg mehr Verständnis bei der Gestaltung der örtlichen Beschilderung ähnlicher Verkehrssituationen, wie jetzt hier in Ohmenhausen oder Jettenburg
        Frankreich und Italien arbeiten dahingend effizienter und bringen den motorisierten Verkehrsteilnehmern mehr Verständnis entgegen. Dort hat man vor 2 Jahren schon bereits entsprechend angemessen darauf reagiert und gehandelt – doch auf andere Weise als hier.
        Dort werden die Gelder in eine augenfälligere Beschilderung investiert – hier investiert man lieber in staionäre Blitzer und versteckt sich hinter scheinheiligen Floskeln und Pseudoargumenten. – 2 db Unterschie sind für das menschliche Ohr nicht hörbar und wer’s genau wissen möcht‘ kann sich das auch aus der ADAC-Seite ergoogeln. Von den gemessenen erhöhten Emissionswerten bei Tempo 30 gibt es vom ADAC auch schon messtechnische Erhebungen darüber. – Doch das möchte der Herr Admin offensichtlich nicht wirklich wissen, nicht?

      • Admin schreibt:

        Ok, dann nochmal: Mit Deinen Unterstellungen kommst du aber auch nicht weiter.
        Der ADAC ist für mich nun wirklich nicht der neutralste Vertreter, man könnnte direkt auch sagen er ist eine Lobbisitenvereinigung der Autofahrer.
        Oder gibt´s eine Sparte bei dem Verein, die sich nur mit dem (Alltags-)Radeln ausführlich auseinandersetzt. Von Fußgänger ganz zu schweigen.
        Man kann mit der Beschilderung natürlich unterschiedlicher Meinung sein (ich finde, die vorhandene reicht, da jeder Autofahrer soviel Aufmerksamkeit aufbringen muss diese zu erkennen, ansonsten fährt er zu schnell an ihnen vorbei / oder es ist im ganz egal was da steht. Den Blog hier für die Beschidlerung verantwortlich zu machen ist schon gewagt, ruf doch einfach mal bei der Stadt an oder beim RP.
        Und nochmals: für die Einnahmen der Kommunen durch die Blitzer sind nicht die Blitzer oder die Kommunen verantwortlich, sonder die Autofahrer, die meine schneller als angepasst fahren zu müssen.
        Und noch was: mit dem eingenommen Geld wird die Infrastruktur die die Autofahrer zur Verfügung gestellt, die sie brauchen um düsen zu können.

  4. ffw schreibt:

    nun, da kann ich inzwischen jedem mal eben so nur raten zukünftigst langsam und möglichst unter 30 km/h zu bleiben. – Da kein Tempomat der Welt auf Tempo 30 reagiert, fahre ich jetzt nur noch der Umwelt zuliebe im zweiten Gang mit *Standgas* um Tempo 22 plus mal eben vielleicht max.5 km/h. – Sicher ist sicher
    Das freut die Umwelt und die „lärmgeplagten Anwohner“ und mein Portemoney. Bei einer jährlichen Einnahmequelle von € 580.000,– aus dem stationären Blitzer kann „man“ sich ja mal kann sich ja mal jeder Gedanken drüber machen. Es stehen immer noch zwei Exemplare auf der Strecke und ein Schelm, der böses dabei gedenkt.

    • Admin schreibt:

      wenn die Maßnahme dazu führt, das Sie und andere endlich eine an das Tempo des Menschen angepasstere Geschwindigkeit in Ihrem Auto fahren, PRIMA.
      Wenn hier aber mal wieder der (versteckte) Vorwurf der Wegelagerei durch die Kommune angeführt wird (oder wie ist die Geldsumme zu verstehen?), dann wird mal wieder das Kinde mit dem Bade ausgeschüttet. Wenn sich die Autofahrer an die angegebene Geschwindigkeit halten würden (zum Wohle vor allem aller schwächeren Verkehrsteilnehmer aber auch Anwohner) dann wäre es für die Kommune ein Draufzahlposten.
      Ist es aber nicht!
      Wenn duch die Ignoranz einiger Weniger Geld in die klammen Kassen der Städte und Gemeinden kommt, dann ist das doch eher als positiv zu betrachten, oder?

      • ffw schreibt:

        Aber sicher doch, richtig erkannt den „versteckten Vorwurf“ – Es ist ja nicht verboten, die Geldsumme in Höhe von e 580.000.– anzuführen welche der Blitzer auf den bislang Tempo-30 beschränkten Strecke jährlich eingespielt hat. –
        Müssen wir und da denn vielleicht doch mal nicht fragen, ob da vielleicht doch nicht etwas im Argen mit der Beschildeung liegt? –
        Außergewöhnliche Verkehrssituation verlangen nach einer angemessenen Beschilderung, welche dann auch vor allem nachts besser ins Auge fällt. –
        Schon klasse gemacht und ja bloss kein bisschen zuviel !!!
        Zur Fasnet hängen’s dann wieder die Wäsche über die Strassen – damit auch alle es endlich mitkriegen, dass Fasnet ist. —-„tolle Tage – tolle Sache!“ doch wenn’s mal wirklich um ‚was geht, wehrt man sich mit Händen und Füssen dagegen mehr Kenntlichmachung –
        Sei es jetzt die örtliche Verkehrsbehörde oder gar das Ordnungsamt, oder wer mal eben immer, darf sich hier gerne auch mal outen.
        Darüber nachdenken möchte „man“ wohl von höherer Stelle nicht wirklich … und dies wohl mit Sicherheit aus gutem Grunde – wo wir schon wieder bei besagtem versteckten Vorwurf wären (sie wissen schon). –

      • Admin schreibt:

        nochmals: wenn ein Blitzer tatsächlich diese Summe in so kurzer Zeit einspielt, dann liegt es nicht am Blitzer sondern an den geblitzten Autofahrern.
        Wenn man als Autofahrer durch einen Ort braust, muss ich auf alle anderen Verkehrsteilnehmer besondere Rücksicht nehmen. Erwiesen ist, dass es bei 30 zu erheblich weniger Unfälle mit schweren Personenschäden kommt als mit 50. Wenn die Kisten 70 und mehr fahren …..
        Die Beschilderung soll jetzt ja besser werden (ist schon).

    • Hannes schreibt:

      sag mal @ffw: ist dein Ziel möglichst durch den Ort rasen und alle die daran begrenzen wollen als Halsabschneider zu brandmarken?
      Kommt mir zumindest so vor wenn ich deine Kommentare so lese.

      Zurück zum Thema: die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Km/h hat viele Pluspunkte, warum schlagen sich derzeit viele Kommunen darum eine 30-er Begrenzung auf Landes und Bundesstraßen innerorts als Ausnahmegenehmigung (denn das ist das immer noch)?
      Schönes Beispiel ist Jesingen / Tübingen, da haben die Ortschaftsräte auch 30 km/h auf der B 27 duchgeboxt und bekommen.
      Der Anfang ist geschaft, weiter so.
      Unterstützt alle die Initiative Europäische Bürgerinitiative „30kmh – macht die Straßen lebenswert!“ (http://de.30kmh.eu/)

      • ffw schreibt:

        Wir waren inzwischen noch nicht beim „DU“ Sie Hannes. –
        Sie haben das das falsch interpretiert. – Nach wie vor gilt immer noch Tempo 50 innerhalb orts. – Tempo 30 ist nach wie vor einer Ausnahme und aussergewöhnliche Verkehrssituationen bedürfen dringend einer vielleicht besser ins Auge fallenden Beschilderung. und Kenntlichmachung. –
        Nun haben die Verkehrsbehörden bzgl. Ortsdurchfahrt Ohmenhausen doch etwas Einsicht gezeigt und bei der Neugestaltung der Beschilderung besser reflektierende Schilder angebracht. Das muss loben. und es entstehen vielleicht auch noch Zeichen und Wunder. – Zuvor wurde nicht nur von mir die bisherige Höhe der Anbringung dieser Tempo-30 Schilder bemängelt. –
        Auch die Anbringung des Tempo-30 Plakats hatte Anfang der Woche noch das erste Tempo-30 Gebotszeichen optisch verdeckt gehabt.

        Die Gründe sind wohl vielfältig und kennen ja schon, dass im Schwerpunkt der Druck für bessere Emissionswert aus dern Beschlüsser EU-Verwaltung Brüssel kommt. .
        Wie dem auch mal eben sei, Ich habe absolut nichts gegen Tempo 30 innerorts, doch die bislang 600 Meter lange Tempo 30 Strecke war so bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss gewesen. – Die Worte „Halsabschneider und „brandmarken“ habe ich so nie benutzt und bei Tempo 50 von „rasen“ zu sprechen, finde ich auf einer Landstrasse doch ziemlich nicht zu schnell. – Dass dennoch in letzter Zeit dort zu schnell gefahren wurde als Tempo 30 hat meiner Auffassung nach andere Gründe als „Vorsatz.“

      • Admin schreibt:

        So, ich halte mal fest:

        @ffw geht es wohl in erster Linie um die Beschilderung und erst in zweiter Linie darum, das er Tempo 30 auf einer Landesstraße für nicht angemessen hält.

        Zur Beschilderung: klar kann man die anders machen, von mir aus größer. Aber nochmals: Die Aufmerksamkeit eines Fahrzeuglenkers MUSS so gut sein, dass er auf Grund der verkehrsrechtliche Anordnung seine Geschwindigkeit auf 30 zu drosseln hat, ansonsten ist er für den Straßenverkehr nicht geeignet. Außerdem bleibt es jedem unbenommen, der zuständigen Straßenverkehrsbehörde Verbesserungsvorschläge zu machen

        Aber -und darauf kommt es mir hier in der Diskussion an- es macht für alle anderen Verkehrsteilnehmer (als für die Autofahrer) einen großen Unterschied aus, ob ein Fahrzeug mit an den Menschen angepassten Geschwindigkeiten vorbeirauscht, oder ob das Gefährdungspotenzial um ein vielfaches höher ist. Der Unterschied zwischen 30 km/h und 50 km/h ist fast eine Verdoppelung der Geschwindigkeit. Das ist auch einer der Gründe warum wir das Thema Tempo 30 Innerorts als sehr wichtig halten und zwar mittelfristig für alle innerörtlichen Straßen. Im Blog werden wir das Thema nochmals aufgreifen.

        @ffw: noch ein kleiner Hinweis: Im Internet wird sehr oft geduzt. Wenn jemand einen Kommentar hier reinschreibt, dann verändern wir in der Regel nichts am Text. Wir greifen nur ein wenn sich jemand in der Wortwahl vergreift (siehe ganz oben, erster Artikel) oder wenn die Kommentar nicht mit dem Thema zu tun hat.

  5. A. P. schreibt:

    ich finde das toll, warum eigentlich nicht gleich?
    Dein Aufruf nach mehr Ruhe und Gelassenheit in Ohmenhausen ist klasse und wichtig. Das unter die Gürtellinieschlagen nicht mehr zu ertragen. Vielleicht gehen beide Seiten jetzt mal wieder auf einander zu. Wünschenswert wäre es.

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