„Alle können nicht gleichermaßen bevorzugt werden in einer Straße, die aus dem 13. Jahrhundert stammt“

weise Worte eines weisen Mannes…. diese werden dem Reutlinger Planungsamtsleiter Stefan Dvorak in einer Debatte um die Metzgerstraße zugeschrieben.

Diese, anfür sich banalen Weisheit, können jedoch nicht alle Gemeinderäte folgen. Die Betonköpfe der CDU hängen immer noch der Vorstellung „Freie Fahrt für ALLLE Autofahrer“ nach und haben in ihrer Argumentation für die Wiederzulassung der Durchfahrt der Metzgerstraße alle anderen Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Radfahrer, Kinderwagenschieber, Rollstuhlfahrer usw. mal wieder vergessen.

Das sich allerdings ne grün-schwarze Freundschaft in Bezug auf eine Shared-Space-Lösung an dieser Stelle auftut, erstaunt. Was sich die Bündnisgrünen dabei gedacht haben in einer engen Innenstadteinbahnstraße eine derartige Lösnung vorzuschlagen, bleibt schleierhaft und erst mal ihr Geheimnis. Instrumente dieser Art gehören in der Karlstraße oder Lederstaße diskutiert, aber nicht an diesem Nadelöhr! Aber vielleicht könnten die Damen und Herrn der Ökopartei, dies uns hier ja mal erklären (benutzt einfach die Kommentarfunktion, wir sind gespannt).

Wenn die Metzgerstraße als Fahrradstraße so diskutiert wird, dass in BEIDE Richtungen eine Fahrradrennstrecke vorgesehen werden soll, dann grenzt das schon an Böswilligkeit. Eine Radstraße mit dem Reutlinger Busverkehr wäre doch erheblich realistischer. Kein Wunder findet die RSV diese Ausschweifungen der Stadtverwaltung als Angriff auf ihre Aufgabe den Taktverkehr einhalten zu können. So werden sinnvolle gemeinsame Verkehrslösungen wohl absichtlich gegeneinander ausgespielt!

Eine Temporeduzierung auf 20 km/h als Lösung macht in meinen Augen gar keinen Sinn, die etwas mit der Realität zu tun hat. Jeder, der mal in der Metzgerstraße stand, als sie wieder ganz offen war, weiß, dass sich kaum ein Autofahrer den Bedingungen gerecht und in seiner Geschwindigkeit angepasst verhalten hat, da waren Versuche Tempo 50 einzuhalten schon eher die Regel.

Also, was soll die Laberei:

  • lasst in einem ersten Schritt die Straße am Spitalhof für den Individualverkehr dicht,
  • untersucht im Rahmen des Verkehrentwicklungsplan eine Ausweitung der Fußgängerzone in zentralen Bereich der Metzgerstraße,
  • vielleicht mit der Berücksichtigung des Einzelhandels,

und nutzt die Chance Reutlingen für siene Besucher und seine Innenstadtbewohner wieder erlebbar und attraktiver zu gestalten. Die Metzgerstraße ist ein zentrales Element in einem derartigen Konzept!

Nur Mut, liebe Gemeinderäte.

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2 Antworten zu „Alle können nicht gleichermaßen bevorzugt werden in einer Straße, die aus dem 13. Jahrhundert stammt“

  1. A.P. schreibt:

    supper Post…. mehr das von…

  2. Marla K. schreibt:

    vollkommen richtig!
    Klare Worte für ein WISCHWASCH der Kommunalpolitik.
    Wenn das Ziel ist eine attraktive Innenstadt in Reutlingen zu bekommen, dann gibts nur die Devise: Autos raus aus der Innenstadt, mehr Raum für Fußgänger, mehr Auffenthaltsqualität für alle, das ist sicher der Weg für Reutlingen. Keine halbe Sachen, die rächen sich sihcerlich in einigen Jahren

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