Zwischenruf: Ein Leben ohne Auto ist möglich

ein nicht ganz neue Erkenntnis, jedoch für viele nicht vorstellbar!

In einer Veranstaltung in Metztingen hat der Raum- und Verkehrsplaner Professor Dr. Heiner Monheim aus Kaiserslautern über Multi-Mobilität referiert.

Das junge Leute sich inzwischen wieder unabhängiger vom Auto machen und je nach Situation ein anderes Verkehrsmittel: das Fahrrad, den Bus oder die Bahn – und wenn’s nicht anders geht, auch mal das Auto wählen ist Insidern schon länger bekannt, aber für die Allgemeinheit durchaus erfreulich.

Warum die Politik darauf nur zögerlich reagiert, zeigt auch wer heute in der Regel (Kommunal-) Politik macht: die Generation Auto, die über 50-jährigen, die im Autozeitalter groß geworden und sozialisiert worden sind.

Aus eigener Erfahrung (lebe schon immer ohne Auto, und das geht..) läßt sich trefflich berichten, dass es in erster Linie eine Einstellungs- und Organisationssache ist um das Leben ohne den Ballast Auto auszukommen.

Schöne Radwege, die im Nichts vor Kreuzungen enden, Busse, die abends nicht mehr fahren (oder gar nicht), Fußwege auf nur einer Straßenseite verlaufen oder Fußüberwege die unverhältnismäßige Wartezeiten erfordern und sogar durch rücksichtslose Autofahrer auch noch mißachtet werden (tägliche Erfahrung), erschweren zwar allen die aufs Auto verzichten, aber es geht und es werden immer mehr.

Es wird Zeit das sich die Politik nicht nur schöne Vorträge anhört, oder teure Gutachten erstellen lässt, dann aber mit der Argumentation „es ist kein Geld da“ oder „das geht nicht, sonst wird der Verkehr behindert“ (welcher Verkehr ist gemeint=> der motoriserte natürlich) müssen vorbei sein.

Wir brauchen keine weiteren Bestätigungen, dass eine Analyse im Rahmen einer Verkehrsentwicklungsplanung erforderlich sind, wir brauchen die Umsetzung eines Menschenrechten, zukunftsfähigen integrierten Verkehrskonzept für ALLE Menschen, wie Kinder, Erwachsene, Handicaps, Alte, normale und andere usw.,

Also liebe Gemeinderätinnen und Gemeinderäte: packt es an und macht Nägel mit Köpfen und beendet das Schwaffeln, nehmt die Veränderungen in der Bürgerschaft wahr, werdet aktiv für und zwar in der folgenden Reihenfolge: Fußgänger, Fahrradfahrer, öffentlicher Nahverkehr, Regionalstadtbahn, Bahn, Integrierte Verkehre und zuletzt das Auto!!!!!

hr

mehr Information zu der Veranstaltung in Metzingen: GEA am 13.03.2015, Reutlinger Nachrichten am 14.03.2015

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5 Antworten zu Zwischenruf: Ein Leben ohne Auto ist möglich

  1. Rolf Wagner schreibt:

    Das richtige Fazit:

    „Also liebe Gemeinderätinnen und Gemeinderäte: packt es an und macht Nägel mit Köpfen und beendet das Schwaffeln, nehmt die Veränderungen in der Bürgerschaft wahr, werdet aktiv für und zwar in der folgenden Reihenfolge: Fußgänger, Fahrradfahrer, öffentlicher Nahverkehr, Regionalstadtbahn, Bahn, Integrierte Verkehre und zuletzt das Auto!!!!!“

  2. Adelina schreibt:

    man kann wirklich ohne Auto leben,
    es ist stressfreier, sparsamer, gesünder, hält einen fitter, und macht merh Spass

  3. Henny schreibt:

    hat der Reutlinger Gemeinderat nicht gerade Geld in den Haushalt gestellt, damit mehr für Fahrradfahrer in Reutlingen passiert?

  4. Hat dies auf die freien gedanken rebloggt und kommentierte:
    wie wahr…..

  5. Doro schreibt:

    Volle Unterstützung!!!!
    Laßt uns den Gemeinderat in die Pflicht nehmen!

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