Dietwegtrasse: »Ich weiß ja nicht, wie die Entscheidung ausfallen wird, aber ich hoffe, dass sie nicht kommt«

so eine Bürgerin in der letzten Gemeinderatssitzung in der Bürgerfragestunde, als Reaktion auf die Aufnahme der sogenannten Dietwegtrasse in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans.

Die OB Bosch gab zum Besten, dass „zum jetzigen Zeitpunkt sei die Stadt Reutlingen nicht aufgefordert, zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans Stellung zu nehmen“, da irrt sie aber!

Die Frist zur Stellungnahme und zur klaren Darstellung wo die Stadt Reutlingen zu dem Projekt steht, läuft am 02.05.2016 aus!

Ohne das die Stadtoberen dem Stand der Bürger (siehe Gemeinderatbeschluss von 2012)  nach Oben mitteilt!
Irreführung nenne ich die Äusserungen  der OB hierzu.

Laut GEA hat sie die Aufnahme der Trasse begrüßt.

»Ich freue mich immer, wenn wir die Chance haben, für Straßenbauprojekte Geld vom Bund zu bekommen.« Man werde dieses Geld benötigen, wenngleich vermutlich nicht für die Umsetzung von Plänen aus den 70er-Jahren. Ob die Dietwegtrasse nämlich so gebaut werde, wie sie vor 50 Jahren geplant worden ist, sei »mit einem großen Fragezeichen« zu versehen. Ständerbauweise und ein offener Tunnel an Baugebieten entlang seien Rahmenbedingungen, bei denen man schnell erahnen könne, welche Schwierigkeiten zu erwarten sind. 

Die Trasse wurde aber laut  Unterlagen aus dem BVWP genau die Planungen der „70-er Jahre“ der Wiederaufnahme in den VB als Grundlage genommen, schaut Euch nur die Plane des Bundes / RP´s an….. hier….

und weiter:

Boschs Botschaft: »Wir haben genügend Zeit.« Es müsse niemand Angst haben, dass die Dietwegtrasse »über Nacht aus dem Nichts irgendwo herkommt«. Boschs Begründung liegt in der Geschichte und im Fortgang des Verfahrens, das viele Hürden bereithält.

So hat sich der Gemeinderat unter anderem 2007 mit der Dietwegtrasse befasst. Abgelehnt wurde damals ein Antrag der CDU-Fraktion, die Trasse loszulösen vom Scheibengipfeltunnel und ohne Bundesmittel zu bauen. Damit wäre die Dietwegtrasse in die Zuständigkeit der Stadt gefallen. Allerdings war damals unklar, ob es jemals einen Scheibengipfeltunnel geben würde. Der Baubeschluss für den Tunnel erfolgte viel später.

Dass die Dietwegtrasse keine entlastende Wirkung für das innerörtliche Verkehrsnetz haben wird, ging damals schon aus mehreren Gutachten hervor. Sie entlastet lediglich Bundesstraßen. Man könne aber nicht mit städtischen Mitteln Bundesstraßen entlasten, meinte Bosch.

aha! was für einen Sinn macht denn dann die Straße?

Das, so die Oberbürgermeisterin, sei damals der Grund gewesen, dass sich der Gemeinderat mehrheitlich gegen die Dietwegtrasse ausgesprochen habe, allerdings nicht grundsätzlich. Im Gegenteil: Die Stadt sehe die Dietwegtrasse als Netzergänzung für die Ortsumfahrung. Die Aufnahme in den »vorläufigen Bedarf« sei eine Entscheidung des Bundes gewesen. »Es gibt keine Anmeldungen in irgendeiner Art, vonseiten der Stadt schon gar nicht.«

Die berechnete Belastung der Trasse liege bei 20 000 Fahrzeugen am Tag, die Gesamtkosten werden mit 47 Millionen Euro beziffert. Wie der Bund auf einen Kosten-Nutzen-Effekt von 10,0 komme, »wissen wir nicht«. Die Stadt Reutlingen selbst habe einen solchen Index nie berechnet.

Dann schauen wir mal nach in dem „Projektinformationssystem (PRINS) zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030“: da tauchen die alten Zahlen der Stadt Reutlingen auf….

hier zum Nachlesen…..

und weiter laut GEA:

Wann der Kabinettsbeschluss auf Bundesebene erfolge, sei noch völlig offen. Wenn dieser erfolgt sei, kämen in rund fünf Jahren die Ausbaupläne, denen die Finanzmittel zugeordnet werden. »Wann wir die Ausbaugesetze auf dem Tisch haben und wann ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet wird, kann niemand sagen.«

Na dann warten wir es mal ab und schauen genau hin wer hier welches Rad dreht.

hier der GEA Artikel…..

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