Tempo 30: Gleichmäßiger Verkehr spart Reisezeit

Für die innerörtliche Reisezeit ist nicht die zulässige Höchstgeschwindigkeit ausschlaggebend, sondern Durchschnittsgeschwindigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs. Für Reutlingen liegt die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit mit dem Auto bei 25 km/h, also noch unter Tempo 30.

Generelles Tempo 30 mit einzelnen Ausnahmen fördert einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss und ist weitaus wirksamer als kleinräumige Tempo 30-Zonen. Denn ständige Wechsel der Tempolimits verhindern einen gleichmäßigen Verkehrsfluss. Daher ist generelles Tempo 30 mit begründeten Ausnahmen sinnvoll. Dies sorgt für Klarheit und reduziert auch den bürokratischen Aufwand. Eine britische Studie zeigt, dass nach Einführung von 20 Miles per Hour (entspricht 32 km/h) die bestehenden Busfahrpläne gut eingehalten werden konnten.

Die meisten Autofahrten sind innerorts kürzer als fünf Kilometer. Da die tatsächlich gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit bei Tempo 30 nur gering sinkt, beträgt die Fahrzeit je Strecke nur wenige Sekunden mehr als bei Tempo 50. Nur auf langen Strecken durch die Stadt wäre eine längere Fahrzeit spürbar. Diese längeren Strecken führen in der Regel über Hauptverkehrsstraßen, auf denen Tempo 50 als begründete Ausnahme gelten kann.

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Nächter Gemeinderat: der Verkehrsentwicklungsplan auf der Tagesordnung

vor 10 Tagen haben wir hier die Frage gestellt: was ist nur mit dem VEP in Reutlingen los.

Nun geht´s überraschenderweise weiter.

Am kommenden Donnerstag heißt der Tagesordnungspunkt 4 :

Sachstand Verkehrsentwicklungsplan.

Nach der letzten Gemeinderatsklausur am 07.12.2012 ne ganz schön lange Zeit. Egal, was steht drin?

Wir zitieren mal direkt (ihr könnt alles als PDF hier runterladen):

Begründung

Am 07.12.2012 fand – nach der ersten Klausur vom 16.03.2012 zum motorisierten Individualverkehr (MIV) – eine zweite Klausurtagung des Gemeinderates zum Verkehrsentwicklungsplan statt. Der Schwerpunkt lag diesmal beim öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die Präsentationen aus dieser Tagung stehen unter http://www.reutlingen.de/vep der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die zur Erstellung des Umsetzungskonzeptes notwendigen Haushaltsmittel sind im Doppelhaushalt 2013/2014 eingestellt (Haushaltsstelle 1.7920.7031.000).

Wesentliche Resultate der Analyse

Der Verkehrsraum Reutlingen, Pfullingen und Eningen mit zusammen ca. 143.000 Einwohnern besitzt ein über die Jahre gewachsenes und bewährtes Busverkehrsnetz mit einer Reihe von Qualitäten. Zu nennen sind hier insbesondere die übersichtliche Sternstruktur, das zum großen Teil gute Bedienungsniveau in den Außenorten und die recht weitgehende Ausrüstung für die Bevorrechtigung des Busverkehrs an Ampeln und durch Busspuren. Überdies entspricht das Angebot dem Standard des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Allerdings hat das beauftragte Fachbüro auch einige Verbesserungsvorschläge unterbreitet. Diese wurden auf Basis folgender Quellen erarbeitet: Eigene Analyse, Anträge aus der Politik, Anregungen aus den Bezirksgemeinden, Ideen aus dem Verfahren „City Nord“ sowie Planungen für die Regionalstadtbahn Neckar-Alb.

Verbesserungspotenzial wird vom Gutachter in folgenden Bereichen gesehen:

  • Verbesserung der Erreichbarkeit der südlichen und östlichen Innenstadt,
  • Verdichtung des Angebotes,
  • Behebung von Erschließungslücken,
  • Herstellung neuer Direktverbindungen.

Vorschläge des Gutachters

Baustein 1: Altstadtring

Die Busse könnten künftig in kurzen Abständen einen Altstadtring (Ledergraben – Lederstraße – Garten-/Metzgerstraße – Karlsstraße – heutiger ZOB – Ledergraben) befahren. Der Altstadtring würde dabei von jeder Linie nur in einem Teilabschnitt befahren und dann wieder verlassen werden. Damit könnte die Erschließung der Innenstadt wesentlich verbessert und gleichzeitig die Betriebsabwicklung entzerrt werden.

Für Fahrgäste, die ihr Fahrziel in der Innenstadt haben, ergibt sich in vielen Fällen eine deutliche Verkürzung der Fußwege, insbesondere bei Fahrzielen in der südlichen und östlichen Innenstadt. Fahrgäste, die die Innenstadt ohne Umstieg durchfahren wollen, profitieren vom Wegfall der Wartezeit am ZOB Stadtmitte. Fahrgäste, die zwischen den Linien umsteigen, profitieren zum Teil vom Wegfall oder der Verkürzung von Umsteigewegen, die wichtigsten Umsteigebeziehungen lassen sich fahrplantechnisch so abstimmen, dass nur minimale Wartezeiten entstehen. Bei einzelnen, weniger wichtigen Umsteigebeziehungen sind allerdings auch längere Wartezeiten unvermeidbar; dieser Nachteil wird nach Auffassung des Gutachters durch die Vorteile allerdings erheblich überkompensiert.

Das vorgeschlagene Netz mit Altstadtring, aber ohne weitere Maßnahmen könnte nach einer ersten Grobabschätzung des Gutachters in etwa kostenneutral, bei deutlichem Nachfragezuwachs zu realisieren sein.

Mit dem Vorschlag des „Altstadtrings“ wird dem Antrag der WiR-Fraktion vom 25.09.2007 (GR-Drucksache Nr. 07/005/89) entsprochen.

Baustein 2: Taktverdichtung

Ein 20-Minuten-Takt als Basisangebot erscheint heute in Anbetracht der Größe des Verkehrsraums Reutlingen unterdimensioniert. Außerdem erschwert er die Aufspaltung eines Linienastes in der Netzperipherie, weil dabei nicht merkbare 40-Minuten-Rythmen entstehen (zum Beispiel Linie 11 nach Pfullingen und Eningen). Daher empfiehlt der Gutachter, den 15-Minuten-Takt als Basisangebot zu wählen; dieser kann in der Schwachverkehrszeit und auf nachfrageschwachen Linienabschnitten auch auf einen 30-Minuten-Takt reduziert werden, ohne dass die Merkbarkeit des Angebotes leidet. Anderseits kann er durch Linienüberlagerungen auch verdichtet werden.

Baustein 3: Netzergänzungen

Der dritte Baustein dient im Wesentlichen zur Behebung von Erschließungsdefiziten sowie der Herstellung neuer, von den Bezirksgemeinden gewünschter Direktverbindungen, die Fahrten zwischen Ortsteilen ermöglichen, ohne dass dabei die Stadtmitte berührt werden muss. Dazu ist die Schaffung neuer Umsteigepunkte, sowohl zwischen Bus und Schienenverkehr, als auch zwischen verschiedenen Buslinien, hilfreich. Zu nennen sind zum Beispiel neue Verknüpfungspunkte am Bahnhof Sondelfingen und am Westbahnhof (Bus/Schiene, Bestand), an den künftigen Haltepunkten Storlach und Bösmannsäcker (Bus/Schiene, Neueinrichtung im Zuge der ersten Stufe der Regionalstadtbahn Neckar-Alb) sowie in Storlach Mitte, Rommelsbach Mitte und Mittelstadt (Bus/Bus). Die vorgeschlagenen Maßnahmen wurden von der Verwaltung grob auf Machbarkeit überprüft.

Damit wird eine Reihe von Vorschlägen aus allen 12 Bezirksgemeinden aufgegriffen.

Berücksichtigung der Regionalstadtbahn Neckar-Alb

Im Zuge der Netzentwicklung hat der Gutachter die Regionalstadtbahn Neckaralb durchgängig berücksichtigt. Somit sind zwei Varianten – mit und ohne Regionalstadtbahn – entstanden, die je nach Realisierungsstand der Stadtbahn auch teilweise umgesetzt werden können.

Damit ist den Ziffern 2 und 6 des Antrages der Fraktion Die Grünen und Unabhängigen vom 19.12.2012 (GR-Drucksache Nr. 12/005/100) Rechnung getragen; auch die Ziffer 6 des Antrages der CDU-Fraktion vom 04.04.2012 (GR-Drucksache Nr. 12/005/42) sowie die Ziffern 1b und c des Antrages der SPD-Fraktion vom 19.03.2012 (GR-Drucksache Nr. 12/005/37) findet hiermit Berücksichtigung, ebenso Teile der Ziffer 3 des Antrages der Fraktion Die Grünen und Unabhängigen vom 14.05.2009 (GR-Drucksache Nr. 09/005/36).

Verkehrliche Wirkung

Der Gutachter geht davon aus, dass bei Realisierung aller drei Bausteine etwa 5.000 PKW-Fahrten pro Tag entfallen werden, davon 4.000 in der Innenstadt. Dies würde die prognostizierte Entlastungswirkung des Scheibengipfeltunnels (ca. 14.000 Kfz/Tag für die Innenstadt) relevant verstärken.

Weiteres Vorgehen

In einem nächsten Schritt gilt es nun, die Ideen der Fachingenieure in einem Umsetzungskonzept mit aller Sorgfalt weiter auszuarbeiten und dabei das Verhältnis von Kosten und Nutzen der einzelnen Bausteine im Gesamtnetz darzustellen. Hierzu sind unter anderem Fragen der baulichen Gestaltung der neuen Umsteigepunkte in der Innenstadt sowie in den Stadtbezirken zu klären, die Frage der Organisation und Finanzierung der zusätzlichen Angebote zu durchleuchten und Fahrplanstrukturen sowie konkrete Fahrpläne zu erarbeiten.

Die Vorlage gibts hier, einschließlich aller notwendigen weiteren Vorlagen

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derzeit keine interessanten Infos?

die Nachrichtenlage zum Verkehrsentwicklungsplan Reutlingen ist derzeit echt mau.

Woran liegts?

Sicherlich spielen die vergangenen Sommerferien eine Rolle, es ist aber auch zu befürchten, dass die Verwaltung und auch die Kommunalpolitik derzeit kein Interesse hat das Thema öffentlich zu diskutieren.

Da fallen einem so manche Fragestellung ein, wenn man mal drüber nachdenkt:

  • hat man sich mit dem bisherigen Konzept für den VEP verheddert?
  • wurden die falschen Themen priorisiert?
  • hat man das falsche Know-how eingekauft, sprich war die Wahl des Büros nicht ganz so klasse?
  • gibt es politische Gründe das Thema zurückzuhalten?
  • wollen sich die Fraktionen vor der Kommunalwahl bei ihrem Klientel bzw. bei der Bevölkerung scheinbar nicht mehr die Finger verbrennen (Wahlstockstarre, um hinterher richtig die Katze aus dem Sack lassen)
  • dass das Thema auch Emotionen weckt ist klar, will man das umgehen/vor sich her schieben?
  • und… und…. und……

Übrigens: was ist eigentlich aus dem „MOBILITÄTSFORUM“ geworden?

Es wird Zeit, dass wir den Verantwortlichen mal wieder Dampf machen, das Thema Verkehr und seine Folgen wird immer heftiger, oder hat die Zahl der Tage der Überschreitungen beim Feinstaub im Ledergraben abgenommen?

Wenn Ihr Themen habt, die wir hier zum Thema diskutieren sollten, meldet euch mit der Kommentarfunktion.

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so gesehen: Assi NPD

haben wir als TIPP erhalten, hat zwar nicht direkt was mit unserem Thema zu tun , es gilt aber Flagge zeigen, und das geht hier mit Humor…
Toller Treffer, danke an die Blogger von http://diefreiengedanken.wordpress.com

die freien gedanken

echt: so hat sich die braune Scheisse heute uns in Reutlingen präsentiert, da ist nichts gestellt oder mit einer Bildbesarbeitung manipuliert:

Nazis in Reutlingendarf gerne weiter verbreitet werden, steht unter der CC-Lizenz (bitte mit Verlinkung auf diese Seite)

mehr kommt noch…..

Ursprünglichen Post anzeigen

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„Die Grenzen, die uns die Straßenverkehrs-Ordnung setzt, sind mir schmerzlich bewusst.“

Ausschnitte aus einem Interview mit Gisela Splett, engagierte Staatssekretärin im baden-württembergischen Verkehrsministerium und Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung (das ganze Interview könnt ihr hier lesen….) :

Gisela-SplettEisleben hat jetzt Tempo 30 in der Innenstadt, Winterberg bekommt es in der Kernstadt,  Türkheim wohl auch, und Immendingen-Hintschingen, Kandel, Würzburg, Hofgeismar – im Autoland Deutschland geht es voran mit umfangreichen Tempo 30-Ausweisungen. Trotzdem sind auch Enttäuschung und Wut noch immer an der Tagesordnung, wenn Betroffenen für ihren Ort mehr Tempo 30 fordern und auf Ablehnung aus  Verkehrsbehörden oder auf zögernde Kommunalräte stoßen. Nicht immer stimmen dann die Schuldzuweisungen.
Gisela Splett, engagierte Staatssekretärin im baden-württembergischen Verkehrsministerium und Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung, hat uns erklärt, warum das alles so mühsam ist. Ein Gespräch über rechtliche Hürden bei  Durchgangsstraßen, über Grenzwerte, Handlungsspiel- räume, und wer eigentlich wann was prüfen muss. Und natürlich, warum sie unser Volksbegehren unterstützt.


Wir organisieren ein EU-weites Volksbegehren, damit Tempo 30 innerorts eine höhere Priorität bekommt, und Sie haben uns schon geschrieben, dass Sie diese initiative unterstützen. Was sind Ihre Gründe dafür?

Ich bin überzeugt davon, dass Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts zu mehr Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden führen würde. Tempo 30 statt Tempo 50 verbessert die Verkehrssicherheit und mindert die Lärmbelastung. Innerörtliche Tempobeschränkungen können auch städtebaulich neue Möglichkeiten eröffnen.

Würden Sie es begrüßen, wenn die Städte und Gemeinden selber über die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf ihrem Straßennetz entscheiden?

In jedem Fall wünsche ich mir, dass die Hürden für Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Durchgangsstraßen gesenkt werden. Bisher sind Tempo-30-Anordnungen auf Kreis-, Landes- und Bundesstraßen in Ortsdurch­fahrten nur dann möglich, wenn eine besondere Gefahrenlage besteht, also sehr hohe Lärmwerte erreicht sind oder es besondere Verkehrssicherheits­probleme gibt. Ich würde begrüßen, wenn den Wünschen in Städten und Gemeinden hier besser Rechnung getragen würde.

Sie haben uns geschrieben, die Hürden der Straßenverkehrsordnung seien so hoch, dass einer Landesbehörde in vielen Fällen eine Tempo-30-Anordung beim besten Willen nicht möglich sei. Könnten Sie uns das näher erläutern?

Bisher regelt die Straßenverkehrs-Ordnung in § 45 Abs. 9, dass Beschränkungen und Verbote des fließenden Verkehrs nur angeordnet werden dürfen, „wenn auf Grund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko einer Beeinträchtigung der in den vorstehenden Absätzen genannten Rechtsgüter erheblich übersteigt.“ Ausnahmen gelten zwar für Tempo-30-Zonen und für durch Mautausweichverkehr ausgelöste Probleme. Da Tempo-30-Zonen weder Straßen des überörtlichen Verkehrs noch weitere Vorfahrtstraßen umfassen dürfen (das ist in § 45 Abs. 1c StVO geregelt), kann jedoch auf Kreis-, Landes- und Bundesstraßen Tempo 30 nur angeordnet werden, wenn eine besondere Gefahrenlage festgestellt wird.

In der Rechtsprechung gibt es Ausführungen dazu, was das konkret bedeutet. Bzgl. Lärmbelastung werden häufig die Lärmschutz-Richtlinien-Straßenverkehr 2007 als Orientierungshilfe herangezogen. Demnach kommen Maßnahmen insbesondere dann in Betracht, wenn die Lärmwerte tagsüber 70 dB(A) oder nachts 60 dB(A) überschreiten.
In der Realität besteht der Wunsch nach Tempo 30 aber oft auch dann, wenn diese Werte nicht erreicht werden. Ich bedauere, wenn ich Kommunen dann schreiben muss, dass Ihrem Wunsch auf Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt nicht entsprochen werden kann. Aber es hilft uns auch nicht, wenn wir Anordnungen veranlassen, die dann vor Gericht keinen Bestand haben.

mehr hier auf Europäische Bürgerinitiative „30kmh – macht die Straßen lebenswert!

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die Achlmtunnel-PR meldet: Durchbruch im Frühjahr

Mehr als die Hälfte des „Großen Lochs“ haben die Tunnelbuddler auch Bayern in den Reutlinger Hausberg Achalm gesprengt.
Jetzt sind sie ca. 45m von den 40m über ihnen befindlichen Siedlung am Südhang der Achalm,  am Schönen Weg und Gumpperweg ,entfernt.Dies bedeutet, das sie die Nachtsprengungen einstellen müssen, da ansonsten zuviel Protest von den Anwohnern erwartet werden. Um 22 Uhr wird die letzte Sprengung durchgeführt, um 6 Uhr morgens folgt dann die Nächste..
Das Gestein ist aber härter und standfester, als man es erwartet hat. Mit Bohren und Fräsen ist es nicht getan, um vorwärtszukommen, es muss weiterhin gesprengt werden. „Und das hört man natürlich“, meint der Bauleiter Heinzelmann.vom Regierungspräsidium Tübingen. Im Frühjar 2014 sollen die 1630m am Südportal duchbrochen werden, mal sehen wies weiter läuft.

Der Protest gegen diese immense Geldverschwendung ist wohl aus Frust kaum mehr bemerkbar, trotzdem sollte man immer wieder auf den Irrsinn hinweisen, der hier vom Bund durchgezogen wird, mit einem Hurrageschrei eines größeren Teils der politischen Schicht in Reutlingen, die immer noch das Märchen von weniger Verkehr in der Reutlinger Innesnstadt aufsitzen.
Doof ist nur das hier 150 Millionen von uns allen verschleudert werden, ohnen nennenswerten Wirkung.
achalmtunnel

mehr zum Achalmtunnel, hier…….

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BB will den Umstieg vom Auto erreichen…

seit langen hört man von unserem Stadtoberhaupt mal wieder was zum Verkehrsentwicklungsplan, wenn auch nicht viel, aber……

In einem Interview in der Stuttgarter Zeitung zum Thema Klimaschutzkonzept nennt Barabara Bosch als ein wesentliches Ziel den Umstieg vom Auto im Stadtgebiet zu erleichtern durch bessere Bedingungen für Rad- und Fußverkehr sowie für den öffentlichen Nahverkehr, etwa durch einen 15-Minuten-Takt!

Weiter zählt sie für den Bereich Verkehr auf:

  • Seit 2006 setzen Stadtverwaltung und die Eigenbetriebe nur noch erdgasbetriebene Fahrzeuge ein
  • Die Stadt beauftragt seit langem Fahrradkuriere.
  • Das kommunale Busunternehmen hat als eines der Ersten einen ­Hybridbus in Betrieb genommen. Und
  • „Aktuell befassen wir uns mit der Fortschreibung des Reutlinger Verkehrsentwicklungsplans.“

Das ist zwar nicht viel, aber immerhin. Warten wir es mal abwas da noch kommt. In letzter Zeit hat man -mal von bestimmter Kosmetik mal abgesehen- den Eindruck, das Thema Verkehrsentwicklungsplanung ist ins Stocken geraden.

Man bricht in einzelen Ortsteilen (z.B. Sondelfingen, ohne es groß publick zu machen) in Aktionismus aus, ohne dass das Ganze im Blick wäre.

Es wäre mal wieder Zeit, der Öffentlichkeit den aktuellen Stand des Projektes Verkehrsentwicklungsplan zugänglich zu machen.

Wer mehr zu den Aussagen von OB BB zum Thema Klimaschutz lesen will, kann das hier tun…… (ganz interessant welche Schritte da „verkauft werden)

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Argumente Tempo 30: Menschen gehen in Orten mit Tempo 30 mehr

Wir beginnen ein kleine Reihe mit Argumenten für Tempo 30, heute mit: Menschen gehen in Orten mit Tempo 30 mehr

  • Straßen, wo für den Kfz-Verkehr 50 km/h erlaubt sind, sind unattraktiv, um den Weg zu Fuß zurückzulegen.
  • In vielen dieser Straßen hat es ein Geschäftssterben gegeben.
  • Wo Tempo 30 gilt, wird mehr gegangen und mehr Rad gefahren.
  • Fahrbahnen können bei Tempo 30 statt 50 im Idealfall um fast einen Meter schmäler gebaut werden, womit mehr Platz zum Gehen und zum Verweilen frei wird.
  • In einem für das Gehen attraktiven Straßenumfeld werden auch längere Distanzen gerne gegangen.
  • In größeren Städten haben in Straßen mit Tempo 30 um die Hälfte mehr Menschen soziale Kontakte mit anderen Bewohnerinnen und Bewohnern als dort, wo Tempo 50 gilt.
  • Die Straßen werden belebter, wovon auch die Geschäfte profitieren.

Fazit: Insgesamt steigt durch Tempo 30 die Lebensqualität im Ort und dessen Attraktivität.

 

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Gibt es das “verkehrssichere” Kind?

Wie müsste ein “verkehrsangepasste” Kind denn sein?… 

  • Mindestens 150 cm groß, damit es über parkende Autos und andere Hindernisse hinweg sehen kann;
  • mit den Proportionen eines Erwachsenen, damit es seltener hinfällt; also mit einem Körperschwerpunkt ungefähr in der Bauch-Beckengegend;
  • mit einem Gesichtsfeld von ungefähr 180 Grad;
  • mit dem Vermögen, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun und komplexe Beobachtungssituationen zu durchschauen und zu beherrschen;
  • mit der Gehsicherheit und dem Sprintvermögen eines trainierten Sportlers, aber
    ohne Bedürfnis nach Platz, Bewegung und Toben;
  • immer voll aufmerksam und im fehlerlos im Einhalten von Regeln;
  • ohne Entdeckungsdrang. Es muss sich wohlfühlen, wenn es ständig beaufsichtigt wird,
    und sich selbstverständlich unterordnen.

Weil kein Kind so angepasst ist, muss der Straßenverkehr sich an die Kindern mit ihren wirklichen Eigenschaften anpassen. Nach einer Studie des Royal Holloway College (London University) haben Kinder beispielsweise große Schwierigkeiten, die Fahrstrecke und Geschwindigkeit eines nahenden Autos einzuschätzen, wenn es 40 km/h und schneller fährt. Wo also Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, können 50 km/h keine angemessene Geschwindigkeit sein.

Warum Tempo 30-Zonen vor den Schulen nicht reichen

Nehmen wir zum Beispiel die Zahlen aus Großbritannien: Der Hauptradius von Tempo-30-Zonen vor Schulen beträgt hier nur 300 Meter, während der englische Schulweg im Durchschnitt 1,8 km lang ist. Folglich decken die Schulsicherheitszonen nur 17% des gesamten Weges ab. Und am Ende dieser Zonen werden die Fahrer daran erinnert, auch bestimmt wieder 50 Kilometer zu fahren[1]..

Wir sollten sicher gehen, dass den Kindern bessere Bedingungen für das Gehen und Radeln gegeben werden. Die Gesamtheit des ganzen Schulwegs gehört selbstverständlich dazu, nicht nur die letzten Meter. Und auch der Weg zu den Freunden und zum Spielen, dem Kino, dem Schwimmbad, der Bücherei……. Wir brauchen ein 30 km/h Tempolimit in der ganzen Stadt und im ganzen Dorf

Solange 30 km/h nur in einzelnen Zonen gelten – und mangels Regelbewusstsein oft genug missachtet werden – wird man weiterhin Notizen wie diese aus Deutschland lesen müssen: dass nämlich die Zahl der Kinder, die im Straßenverkehr getötet wurden, während sie als Fußgänger unterwegs waren, im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 22 % zugenommen“ hat. (Statistisches Bundesamt 2011c[2]).

Quellen:
(1] Quelle: 20s plenty for us; How school zones are not a priority;
[2]
Statistisches Bundesamt (2011c): Unfallentwicklung auf deutschen Strassen 2010 – Begleitmaterial zur Pressekonferenz am 6. Juli 2011 in Berlin. Wiesbaden: Statistisches Bundesamt.
Europäische Bürgerinitiative „30kmh – macht die Straßen lebenswert!“

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heute!! für alle Bewohner des Landkreises Reutlingen INFO VERANSTALTUNG zu Stadtbahn

vor einigen Tagen habe wir hier die Termine zur Bürgerinformation zur Stadtbahn im Landkreis Tübingen bekannt gegeben, abschließend mit der Frage was passiert in Reutlingen.

ÜBERRASCHUNG!

auch im Landkreis Reutlingen gibt es EINE Veransaltung für ALLE Bürger des Landkreises Reutlingen am

07. Juni 2013 um 19:00 Uhr
in Dettingen in der Schillerhalle

habe Sie das gewusst? Uns war´s nicht bekannt, obwohl wir uns auf allen Kanälen zum Thema informieren.

Ist das Absicht? Wenn das so ein wichtiges Projekt ist, wie Landrat Reumann immer betont, warum gab es keine EInladungen, keine Infos, so das mehr Personen diesen Termin auch wahrnehmen kann ?

Wir können leder aus terminlichen Gründen nicht hin, will jemand berichten (als Kommentar hier)?

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Planungsausschuss des Regionalverbands Neckar-Alb am 04.06.2013

Der Planungsausschuss des Regionalverbands Neckar-Alb tagt am 04.06.2013 in Rottenburg.  Neben Stellungnahmen zu Bauleitplanverfahren und dem Raumordnungsverfahren für die Umsiedlung und Erweiterung des Hugo Boss Outlets in Metzingen, Landkreis Reutlingen steht auch ein Tageordnungspunkt „Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans – Anhörung zur Maßnahmenliste des Landes Baden-Württemberg“ auf der Agenda.

Der Beschlussvorschlag in der RV-Drucksache Nr. VIII-82 (hier…. ) lautet:

Der Planungsausschuss beschließt die „Stellungnahme zur Fortschreibung des Bundewegeplans – Anhörung zur Maßnahmenliste des Landes Baden-Württemberg“ an das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg (MVI) vom 29.04.2013 (vgl. Anlage 2). Die Stellungnahme wurde zur Wahrung der Frist (15.05.2013) mit den Fraktionsvorsitzenden abgestimmt.

Unter Projektanmeldung Straße taucht dann folgende Aufzählung auf:

In der Region Neckar-Alb werden vom Land Baden-Württemberg die nachfolgenden Maßnahmen für den Bundesverkehrswegeplan 2003 – 2015 vorgeschlagen:

  • B 27 Tübingen – Bläsibad (Schindhaubasistunnel)
  • B 27 Nehren – Bodelshausen
  • B 27 Balingen – Dotternhausen
  • B 27 OU Schömberg
  • B 28n Rottenburg-Tübingen
  • B 312 Verlegung Albaufstieg bei Lichtenstein
  • B 312/313 OU Engstingen
  • B 313 OU Grafenberg
  • B 463 OU Lautlingen
  • B 464 OU Reutlingen (Dietwegtrasse)

also liebe „Freunde“ der Dietwegtrasse: Ihr seht das Thema ist nicht vom Tisch (auch wenn manche das so sehen wollen), d.h. da ist angesagt mal bei den Vertretern dim Planungsausschuss des RVs mal nach zu haken…..

(Mitglieder aus Reutlingen sind: Bosch, Barbara – SPD, Herrmann, Rosemarie – Bündnis 90/Die Grünen, Holmberg, Cindy – Bündnis 90/Die Grünen, Hotz, Ulrike – CDU, Joachim, Christoph – Bündnis 90/Die Grünen, Weiblen, Prof. Dr. Willi – FDP die jeweiligen Adressen sind im Internet einfach zu finden oder hier……)

Mehr Infos:

Sitzungsvorlage pa-ds-VIII-82

Sitzungsvorlage pa-ds-VIII-82-Anlage 1

Sitzungsvorlage pa-ds-VIII-82-Anlage 2

Sitzungsvorlage pa-ds-VIII-82-Anlage 3

Sitzungsvorlage pa-ds-VIII-82-Anlage 4

Sitzungsvorlage pa-ds-VIII-82-Anlage 5

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Infoveranstaltungen zur „Regionalstadtbahn Neckar-Alb“

Infoveranstaltungen zur „Regionalstadtbahn Neckar-Alb“

Zum Zukunftsprojekt „Regionalstadtbahn Neckar-Alb“ finden in nächster Zeit folgende Veranstaltungen vom Landratsamt Tübingen statt:

am Mittwoch 05.06.2013
in Rottenburg
um 19 Uhr in der Festhalle

am Mittwoch 12.06.2013
in Mössingen
um 19 Uhr im Quenstedt-Gymnasium

am Dienstag, 18. Juni
in Tübingen
um 20 Uhr im Blauen Turm, Friedrichstraße 21

 

und in Reutlingen?

bisher nichts bekannt….

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Wenig neues, ausser Public Relation zum Achalmtunnel

die Nachrichten zum Thema Verkehrsentwicklungsplan Reutlingen sind derzeit mal wieder sehr mager gesäht, um es deutlicher zu sagen die Öffentlichkeit wird seit Woche, ja Monaten ohne jegliche Information gehalten. Bestimmt kommt irgendwann mal wieder eine (fertige) Überraschung in den Gemeinderat und dann ganz schnell wieder ein sogenannter „Bürgerabend“ mit Präsentationen, Klebeschildchen ohne jegliche Folgen.

Sorry, liebe Stadt Reutlingen, die Erfahrungen wiederholen sich immer wieder….

Wann wird die Bevölkerung mal wieder ernsthaft in den wichtigen Prozeß Verkehrsentwicklung mit einbezogen, informiert und wirklich beteiligt?

wir würden gerne mal wieder was positives zum Thema berichten, nur es gibt nichts!

Ach ja, die Achalmtunnelpropaganda wurde mal wieder angeschmissen:
der Tunnel hat FAST die Hälfte geschaft!

Richtig nicht die Hälfte, sondern fast die Hälfte! Und wieder (nach einer Woche kommt die Info) Gasaustritt um Nebentunnel…. so zumindest wird es so in einem Artikel des GEAs beschrieben. Die Taktik ist klar: „der stetige Tropfen höhlt den Stein“ oder anders ausgedrückt: regelmäßig ein positiv verpacktes Päckchen und die Leute werden den Tunnel irgendwann lieben und vergessen, dass da120.000.000 € ihres Steuergeldes versenkt worden sind ohne alzuviel Nutzen, zumindest kein adequaten Nutzen.

hier der GEA Artikel: Fast auf halber Strecke angekommen vom 29.05.2013

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Teilhabe ist möglich- UNBEDINGT! Mitbürgerin

wir unterstützen mit aller Kraft dies Aktion (auch hier ist das Thema unsres Blogs von elemtarer Bedeutung)

Teilhabe ist möglich- UNBEDINGT! Mitbürgerin

von

Mitbürgerin

Teilhabe ist wichtig!
Für alle Menschen!
Auch für Menschen mit Behinderung
Auch für Menschen mit besonderem Hilfebedarf
Das Teilhabe in Gemeinden möglich ist, zeigt das Beispiel von Larissa
Larissa wohnt in einem Stadtteil von Freiburg
In ihrem Stadtteil kennt sich Larissa aus

„Ich bin Mitbürgerin.“
Menschen mit Behinderung, egal ob mit oder ohne besonderen Hilfebedarf, nehmen ganz selbstverständlich am öffentlichen Leben teil und gestalten es mit. In vielen Städten und Gemeinden klappt das schon sehr gut, an anderen Stellen muss aber noch einiges getan werden.
In diesem Film zeigen wir ein tolles Beispiel für Teilhabe am öffentlichen Leben!
www.unbedingt.lebenshilfe-bw.de

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Tempo 30: Luftqualität und Klimaschutz

Die Ausweitung der Tempo-30-Zonen auf die ganze Stadt macht die Luft sauberer und senkt den CO2-Ausstoß. Das kommt einmal daher, dass Tempo 30 zu einem besseren Verkehrsfluss führt, also zu gleichmäßigem Fahren mit weniger Brems- und Beschleunigungsmanövern und damit gleichzeitig  Staus reduziert. Und zum Anderen liegt es daran, dass viele ihr Auto einfach öfter stehen lassen. Denn die Alternativen wie Zu-Fuß-Gehen, Radeln oder mit dem Bus und der Bahn fahren werden attraktiver.

Fakten

Nicht wenige Menschen gehen davon aus, dass Autos bei langsamen Geschwindigkeiten grundsätzlich mehr Treibstoff verbrauchen und folglich die Luftverschmutzung und der CO2-Ausstoß steigen. Tatsächlich ist für Tempo 30 das Gegenteil der Fall. Dies sind die Fakten:

  • Als in Deutschland 30-km/h-Zonen eingeführt wurden, wechselten die Autofahrer 12% weniger häufig den Gang, bremsten 14% seltener und verbrauchten 12% weniger Treibstoff.[1]
  • Im österreichischen Graz, wo mit Ausnahme der Hauptstraßen seit 1992 ein generelles Tempo-30-Limit gilt, nahmen seitdem die gesundheitsschädigenden NOx-Emissionen in den Wohngebieten um 24% ab.[2]
  • In Berlin (Deutschland) wurde bei einer Hauptverkehrsstraße („Schildhornstraße“) mit der Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 ein Rückgang der Feinstaubbelastung von 6% erreicht; dies entspricht etwa 10 Tagen mit Überschreitungen der EU-Grenzwerte. Gleichzeitig sanken durch diese Maßnahme auch die Stickstoffdioxid (N02)-Konzentrationen um 10%.”[3]
  • In Halle (Deutschland) wurden 2008 an einer Hauptverkehrsstraße vergleichende Messungen gemacht: mit und ohne verkehrsberuhigende Maßnahmen für Tempo 30. An den Werktagen mit den verkehrsberuhigenden Maßnahmen wurden  20% weniger Ruß-Partikel (PM10) gemessen, und das obwohl längst nicht alle das 30kmh-Limit einhielten. Die Wissenschaftler, die diese Messungen vorgenommen haben, prognostizieren, dass man um 40 – 50% weniger Schadstoffe erreichen könnte, wenn alle langsamer fahren würden.[4]  So viel sauberer könnte also die Luft werden, wenn die niedrigeren Geschwindigkeiten erst einmal überall gelten und alle sich daran gewöhnt haben.

Treibstoffverbrauch

Nur bei Geschwindigkeiten deutlich unter 30 km/h steigt das Risiko des höheren Treibstoffverbrauchs. Aber auch dort gilt: Am meisten beeinflusst der Fahrstil (schnelles Beschleunigen, aggressiver Stil mit vielen Tempowechseln) den Verbrauch. Der ruhigere Verkehrsfluss bei flächenhaften 30 km/h-Limiten verringert ihn dagegen.
Das ist auch für das Klima wichtig, denn der Beitrag des Verkehrs zum CO2-Ausstoß hängt direkt davon ab, wie viel Treibstoff verbraucht wird.


[1] An illustrated guide to traffic calming. by Dr Carmen Hass-Klau (1990)
[2]  Stadt Graz (1994): Tempo 30/50 in Graz. Stadtverwaltung Graz
[3] Umweltbundesamt (UBA) Pressemeldung 42/2009: Hintergrundpapier zur Feinstaubbelastung in Deutschland;
[4] Bundesanstalt für Straßenwesen: Einfluss von verkehrsberuhigenden Maßnahmen auf die PM10-Belastung an Straßen;  BASt-Bericht V 189, Bergisch-Gladbach (D)/2010

Quelle: Europäische Bürgerinitiative „30kmh – macht die Straßen lebenswert!“ (vielen Dank für die Übernahmerechte)   mehr Infos über des Europäisches Volksbegehren (EBI) hier….

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30 km/h : Ville 30 La ville tout simplement

ein Blick über die Grenzen:

30 km/h : redonnons vie à nos villes ! Tribune parue dans Libé le 12 mai 2013

TRIBUNE De nombreuses associations environnementales, d’urbanistes, de cyclistes ont lancé une Initiative citoyenne européenne pour la généralisation d’une vitesse à 30 km/h sur la voirie urbaine. Eclairage par les représentants des principales organisations françaises qui soutiennent le projet.

Par JEAN SIVARDIÈRE Président de la Fédération nationale des associations d’usagers des transports (Fnaut), ANNE FAURE Présidente de Rue de l’avenir ,GENEVIÈVE LAFERRÈRE Présidente de la FUB

La rue n’est pas seulement un espace de circulation, c’est aussi un espace de vie. L’automobile a un rôle à jouer en ville mais il faut remettre cette «centenaire» à sa juste place : la rue n’est pas la route. Pour cette raison, de nombreuses associations françaises soutiennent l’Initiative citoyenne européenne pour la généralisation du 30 km/h comme vitesse de référence en ville (www.ville30.org). Les objectifs sont multiples : assurer une meilleure sécurité des usagers de la rue (dans un choc à 30 km/h, la probabilité pour un piéton d’être tué est de 15% ; à 50 km/h, elle passe à 60%) ; réduire le bruit et la pollution de l’air dus au trafic urbain ; inciter les citadins à privilégier la marche et le vélo pour les déplacements de proximité ; plus généralement, pacifier la ville et la rendre plus conviviale. Cette initiative suscite cependant diverses incompréhensions et objections.

Aujourd’hui, la vitesse est limitée à 50 km/h en ville, sauf dans les zones 30 et les zones de rencontre (20 km/h). Il ne s’agit pas d’abaisser uniformément la vitesse à 30 km/h dans toute la ville, mais d’inverser la règle et l’exception : la vitesse de 30 km/h est la mieux adaptée sur 80 % de la voirie urbaine (zones résidentielles, rues commerçantes, voisinage des écoles). Elle facilite aussi un usage tranquille du vélo sans aménagements spécifiques. Le 50 km/h restera autorisé sur les axes de liaison entre quartiers, les rues empruntées par les bus des lignes structurantes et les boulevards dédiés au trafic de transit. Le maintien d’une vitesse à 50 km/h en zone urbaine ne permet pas le plein exercice du principe de prudence : à 50 km/h un choc frontal est le plus souvent mortel.

En ville, un automobiliste ne roule pas à vitesse constante mais effectue une succession d’accélérations et de freinages. L’évitement de pointes de vitesse et la réduction des arrêts, grâce à la suppression de certains feux ou stops devenus inutiles, permet une conduite moins saccadée et moins génératrice de pollution. Par ailleurs une limite de vitesse à 30 km/h permet une réduction du bruit d’environ 3 dB(A) [dB(A) est utilisé pour mesurer les bruits environnementaux, 0 dB(A) étant le seuil d’audibilité pour l’oreille humaine, ndlr] par rapport à une limite à 50 km/h, ce qui est équivalent à une réduction de moitié du volume du trafic. Et, c’est le développement des déplacements à pied et à vélo, rendu possible par l’apaisement des vitesses, qui entraînera la plus forte réduction des nuisances.

mehr hier……. 30 km/h : redonnons vie à nos villes ! Tribune parue dans Libé le 12 mai 2013

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Tempo 30 rettet Leben

da das Thema menschenangepasste Geschwindigkeit hier und in der Diskussion um Tempo 30 ne große Rolle spielt, bringen wir hier in loser Folge ein größere Reihe von Artikeln zum Thema Tempo 30 und seine Auwirklungen. Anfangen wollen wir mal mit:

Tempo 30 rettet Leben

In der Europäischen Union sterben jährlich rund 35.000 Menschen im Straßenverkehr. Über ein Drittel davon kommt bei Unfällen ums Leben, bei denen Beteiligte zu schnell gefahren sind. Damit ist die überhöhte Geschwindigkeit die häufigste Todesursache.

Die EU hat sich das Ziel gesetzt, die Zahl der Verkehrstoten auf 20.000 zu senken. Eigentlich hätte dieses Ziel schon 2010 erreicht werden sollen – die bisherigen Maßnahmen reichen also bei weitem nicht aus.

Tempo 30 als Standard würde helfen! Denn in den Städten, wo 80% der Menschen der EU leben, kann man am effizientesten gegensteuern. Innerhalb von Ortschaften ereignen sich ungefähr doppelt so viele Unfälle wie außerhalb (Deutsches Statistisches Bundesamt). Bei den Kinderunfällen lag das Verhältnis von innerhalb zu außerhalb im Jahr 2011 sogar bei 28:1. [i]

Gefahren können besser erkannt werden

Autofahrer lenken ihren Blick automatisch dorthin, wo sie in zwei, bis drei Sekunden sind. Je höher die Geschwindigkeit, desto weiter weg geht also der Blick. Bei Tempo 50 liegt er ca 40 Meter weit vor dem Fahrzeug, bei Tempo 30 dagegen nur etwa 15 Meter. Der Blick geht in die Breite, und das Geschehen rechts und links der Fahrbahn wird besser wahrgenommen. Aller Verkehrsteilnehmenden können sich mit Blickkontakten und Gesten verständigen. Wenn plötzlich am Straßenrand etwas geschieht, können auch die Autofahrer schnell reagieren. Auch die Anzahl der wahrgenommenen Verkehrsschilder nimmt bei Tempo 30 im Vergleich zu Tempo 50 stark zu.

Der Anhalteweg wird kürzer

Während ein Auto mit Tempo 30 nach 14 m schon steht, ist ein Fahrzeug mit Tempo 50 km/h an der gleichen Stelle immer noch mit 50 km/h unterwegs. Es steht erst nach 28 Metern,  davon sind 14 Meter ungebremste Fahrt während der Schrecksekunde.
Forschungen zufolge dauert die Zeit bis zu einer  Reaktion bei vielen Menschen bis zu 1,5 Sekunden. Es muss also eventuell mit noch längeren Strecken in ungebremster Fahrt gerechnet werden. Bei Tempo 30 entspricht eine Sekunde bis zur Reaktion 8,3 Metern zurückgelegter Strecke.

Teepo30Anhalteweg

Die Unfallfolgen sind leichter

Mit Tempo 30 nimmt die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls ab.  Ist ein Zusammenstoß jedoch unausweichlich, sind die Verletzungsfolgen geringer. Denn prallt ein Fahrzeug mit 50 km/h mit einem Fußgänger zusammen, entspricht der Unfall einem Sturz aus 10 Metern Höhe, und die Überlebenschancen für den Fußgänger liegen bei gerade einmal 30 Prozent. Ist das Auto dagegen mit Tempo 30 unterwegs, entspricht eine Kollision einem Sturz aus 3,5 Metern. Die Überlebenschancen steigen auf 90 Prozent.

In Schweden, wo die staatliche Verkehrspolitik die “Vision Zero” verfolgt, also null Unfalltote, schreibt die Straßenbehörde “Vägverket”: “Die Arbeit an der Verwirklichung der Vision Zero hat klar gemacht, dass Tempo 30 das Limit sein muss, wenn Fußgänger und Radelnde eine Kollision überleben sollen”.[ii]

Empirische Untersuchungen bestätigen, dass es bei maximal 30 km/h in der Stadt weniger schwer Verletzte oder Tote gibt, insbesondere sind weniger Kinder darunter.Das haben zahllose Tempo-30km/h-Zonen bewiesen, seitdem 1983 im norddeutschen Städtchen Buxtehude ein erstes Pilotprojekt ins Leben gerufen wurde. In allen Tempo-30-Zonen geht die Schwere und die Zahl der Unfälle spürbar zurück, und zwar im Durchschnitt zwischen 10 – 25%. Teilweise wurden sogar noch weit höhere Zahlen festgestellt, so zum Beispiel in London, wo die bisher umfangreichste Studie überhaupt[iii] (von 1986 – 2006) über die Einführung von Tempo-30 Zonen folgende Ergebnisse ergab:

  • Unfallzahlen insgesamt:                                                           minus 41,9%
  • Unfälle mit Todesopfern.                                                         minus 35,1 %
  • Unfälle  mit Beteiligung von Kindern unter 15 Jahren:              minus 46 %
  • Schwere Unfälle und solche mit Todesopfern bei Kindern:       minus 50 %

[i] Statistisches Bundesamt der Bundesrepublik Deutschland, 2012: Verkehrsunfälle 2011
[ii]
(“The work on turning Vision Zero into reality has emphasised that this must be the limit if pedestrians and cyclists are to survive a collision.”). Vägverket, Vision Zero on the Move, 2006);
[iii] Chris Grundy et al: Effect of 20 mph traffic speed zones on road injuries in London, 1986-2006: controlled interrupted time series analysis; BMJ 2009

Quelle: Europäische Bürgerinitiative „30kmh – macht die Straßen lebenswert!“

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Achalmtunnel, nächste Klappe…. Methangas

es scheint nicht langweilig zu werden …. am größten Reutlinger Loch!

Das Regierungspräsidiums Tübingen hat der erstaunten Öffentlichekeit die Nachricht vorenthalten, dass die Bohr-Arbeiten am Haupttunnel des Achlamlochs wegen Gasalarm eingestellt sind. Na, das nenne ich aber nicht gerade Transparenz!

Seit Dienstag letzter Woche strömt wieder Methangas im Bohrbereich aus, ausgelöst durch Erkundungsbohrungen. Anscheinend soviel, dass auch die beim letzten mal eingerichteten Vorsorgemaßnahmen nicht ausgereicht haben und daher aus Sicherheitsgründen die Arbeit eingestellt werden mussten.

„Es handelt sich um normale Gasaustritte ohne giftige Zusatzstoffe. Durch eine erhöhte Belüftung im Tunnel kann man nun weitere Erkundungsbohrungen durchführen“ so der Pressesprecher des Regierungspräsidiums Axel Bernhard. Das hatten wir schon einmal! Methangas ist nicht giftig, aber hoch explosiv und deshalb auch sehr unberechenbar und gefährlich.

Mehr:

„Scheibengipfeltunnel: Wieder Probleme mit Methangas“ Reutlinger Nachrichten vom 30.04.2013

„Methangas stoppt den Vortrieb“ Schwäbisches Tagblatt vom 30.04.2013

„Wieder Methangas im Achalmtunnel“ GEA 30.04.2013

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Public Relations für den Achalmteuertunnel: die Feuerwehr

letzte Woche hat die Feuerwehr mal im größten und teuersten Loch von Reutlingen (Achlamtunnel) „spielen“, äh… üben dürfen. Sogar gefilmt hat die Stadt Reutlingen das und erfolgrich in den Medien verkauft.

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30km/h ist schon auf dem Weg: Aktuelle Kampagnen in der EU

In verschiedenen EU-Ländern wird Tempo 30 als Regel schon längst angestrebt. Genau genommen greift das Bürgerbegehren der Europäische Bürgerinitiative „30kmh – macht die Straßen lebenswert!“ nur vorhandene Initiativen auf, damit sie auf den Schreibtisch der EU-Kommission kommen und dann zum  europaweiten Standard werden können.

Hier gat die EBI Beispiele für das aktuelle Engagement gesammelt:

 

Belgien: Petition «Pour des Villes et Villages 30»

Das belgische Netzwerk „Ville et Village 30“, das seit 2011 besteht und auch Aktionen in verschiedenen Städten Belgiens organisiert, hat eine Petition für 30 km/h lanciert. Die Forderung der Petition: Tempo 30 als reguläre Höchstgeschwindigkeit, mit Ausnahmen nur auf großen Durchfahrtsstraßen, wo für Fußgänger und Radfahrer besonderer Schutz besteht. Die Unterschriftensammlung ist angelaufen.
http://ville30.be/

Deutschland: Unterschriftensammlung des Verkehrsclub Deutschland

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sammelt Unterschriften für Tempo 30 als Regel-Höchstgeschwindigkeit. Mit ihrem Namen setzen die UnterstützerInnen sich dafür ein, dass die deutsche Straßenverkehrsordnung geändert und die Regelgeschwindigkeit innerorts von 50 auf 30 km/h reduziert wird.
Deutschland hat wegen seiner großen Einwohnerzahl besonders viele Stimmen in den Gesetzgebungsverfahren der EU und eine starke Stimme im Rat der Verkehrsminister. Die nationale Überzeugungsarbeit kann daher die Akzeptanz und die Qualität der späteren EU-Richtlinie entscheidend beeinflussen.
http://www.vcd.org/tempo30.html

 

Frankreich:  Manifest „Ville 30“ und Städtenetzwerk

„Ville 30“ – Das ist ein ganzes Netzwerk, zu dem mehrere Städte und verschiedene Organisationen gehören. Die „Tempo 30-Städte“ haben Tempo 30 als Regel-Höchstgeschwindigkeit für ihre gesamten Wohngebiete eingeführt. Die Städte Bougival, Sceaux, Lorient, Nogent sur Marne, Clamart, Fontenay aux Roses, Aytré, Fontainebleau gehören schon dazu. Weitere Städte sind dabei, 30km/h einzuführen.

Manifest für die Einhaltung von Tempo 30
Als Ziel steht der beruhigte, rücksichtsvollere Stadtverkehr schon im französischen Verkehrsgesetz. Das Manifest fordert, dass das es mit Hilfe von Tempo 30 jetzt besser umgesetzt und eingehalten wird. 30 km/h in den Wohngebieten ist die Basis dafür, dass der Straßenraum mit Respekt für alle Verkehrsteilnehmer genutzt wird und dass die bisherige Fokussierung darauf, vor allem dem Auto das Durchkommen zu ermöglichen, ein Ende hat. Wer das Manifest unterschreibt, verpflichtet sich zur Einhaltung von Tempo 30. Diese Selbstverpflichtung kann man auch mit einem Sticker öffentlich dokumentieren.
http://ville30.org/

 

Italien: Petition von “salvaicyclisti”

”30eLode: Riduciamo la velocità sulle strade delle nostre città” – lasst uns das Tempo auf den Straßen unserer Stadt reduzieren“ Unter diesem Titel organisiert „salvaicyclisti“ seit September 2012 eine online-Petition. Sicherheitsgründe werden dabei als wichtigstes Argument für Tempo 30 genannt.
https://www.change.org/organizations/salvaiciclisti

UK: Flächendeckend lokale Kampagnen von
“20´s Plenty for Us”

Seit 2006 ist die landesweite Kampagne für die Einführung von allgemein 20 Meilen innerorts aktiv. Lokale Gruppen ergreifen die Initiative und gehen auf ihre Stadtverwaltungen zu. Diese Zusammenarbeit hat sich als enorm erfolgreich erwiesen: Heute sind fast 200 lokale Kampagnen aktiv. 8,4 Millionen Menschen, ca 13% der Bevölkerung Großbritanniens, leben in Städten, die ein allgemeines 30km/h-Tempolimit eingeführt haben oder einführen. Zu den 34 Kommunen gehören: Portsmouth, Brighton, Oxford, Leicester, Bristol, Edinburgh, Lancashire, Wigan, Sheffield, Liverpool, Glasgow City und verschiedene Gemeinden von London.
http://www.20splentyforus.org.uk/

Quelle: hier…..30km/h ist schon auf dem Weg: Aktuelle Kampagnen in der EU

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Kommentar: Die CDU Fraktion und Metzgerstraße

heute morgen habe ich in einem andern Blog zu Reutlingen einen Kommentar zur CDU und zur Metzgerstraße gelesen, der gut hier rein passt, deshalb möchte ich Euch den nicht vorenthalten.

Den ganzen Text ist hier zu finden…….

"reutlingenblog" die Blogger zu Reutlingen

Liebe Reutlinger CDU Fraktion,

ich habe eure Statements zum Metzgerstraße in den heutigen Ausgaben der Regionalzeitungen nun mehrfach gelesen. Ich wollte euch einfach verstehen. Doch, was soll ich sagen, es ist mir bis jetzt noch nicht gelungen.

Worum geht es?
Natürlich darum, dass ihr nun auch auf den Zug der alten Tante SPD gesprungen sei (Ihr könntet ja sonst was verpassen) und euch auf schönen Fotos in der Metzgerstraße der Presse-Öffentlichkeit gestellt habt.
Richtig, auch habt Ihr was dazu gesagt, nein nich zum Bild, sondern zur Metzgerstraße. Ihr habt zum Beispiel zum besten gegeben, dass zu viel Durchgangsverkehr durch diese innerstädtische Straße fahren würde. O.k., ihr habt insofern recht es es fahren zu viele Autos durch diese Straße.
Nur das Problem ist nicht der Durchgangsverkehr, da hätte ein Blick in eure bisherigen Unterlagen zum Verkehrsentwicklungsplan sicherlich eines Besseren belehrt: es ist zum einen der von euch genannten Ziel und Quellverkehr…

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Regionalkonferenz zum Bundesverkehrswegeplan 2015 in Tübingen

Bald muss das Land Baden-Württemberg seine Liste mit Straßenbauprojekten nach Berlin melden. In einer so genannten Regionalkonferenz wurde am letzten Donnerstag zum einen die Vorstellungen der der rot-grünen Landesregierung und zum anderen die Wünsche der Bürger und Kommunalparlamenten Regierungspräsidium Tübingen besprochen.

Die Reutlinger Nachrichten überschrieben ihren Artikel mit „Minister gnadenlos ehrlich“, der GEA „klares Ja zur Straßenmaut“. Schon anhand dieser unterschiedlichen Titel lässt sich erkennen wie breit die Themenpalette dieser Veranstaltung gewesen sein muss.

Anhand einer Prioritätenliste, die klar an erster Stelle mit der Frage beginnt, ob die jeweilige Straßenbaumaßnahmen für eine tatsächliche Verbesserung im Verkehrsnetz sorgt danach folgt in der Priorisierung die Kosten so wie die Auswirkungen auf Sicherheit (zum Beispiel bestehende Unfallgefahrenstellen) sowie die Entlastung für die betroffenen Anwohner. Nicht zu vergessen ist natürlich die Frage nach der Umweltverträglichkeit.

Allerdings ein begrenzender Faktor wurde von Winfried Hermann auch gleich genannt: wenn alle Projekte auf dem Entwurf der Maßnahmenliste in den nächsten 15 Jahren umgesetzt werden sollte. währen eine jährliche Mittelzuweisung von 600.000.000 € notwendig. In den Jahren 2002-2011 erhielt das Land Baden-Württemberg vom Bund jedoch nur 230.000.000 €, das heißt die Wunschliste ist circa um den Faktor 3 zu groß.

Natürlich, das war zu erwarten, kamen aus dem ganzen Land Gruppen und Kommunalvertreter nach Tübingen um für gerade in ihrer Gemeinde im Wartestand stehende Straßenbauprojekte zu demonstrieren. Die derzeitige Wunschliste besteht aus 160 Straßenbauprojekte die nach Berlin gemeldet werden sollten.

Gerade an dieser Stelle wurde wohl auch dem Letztem klar, dass Wunsch und Realität weit auseinander liegen.

Dem ein oder anderen wurde auch bewusst, wie die letzte liberal-konservative Landesregierung den Betroffenen Bürgern und Kommunalpolitikern in den letzten Jahrzehnten Sand in die Augen gestreut hat. Jetzt rächt sich, dass viele den Versprechungen des damaligen Verkehrsministers Hillebrand ohne Nachfragen geglaubt haben. Für einige muss das ein schmerzhaftes Erwachen gewesen sein.

Dem langen Podium folgte eine vergleichsweise kurze Runde: Bürgerinitiativen und Bürgermeister meldeten sich zu Wort. Während die meisten alle den Ausbau von Straßen forderten viel -so wie der Reutlinger Generalsanzeiger süffisant schrieb “fiel der Beitrag aus Reutlingen völlig aus dem Rahmen. Eine Vertreterin des BUNDs forderte den Minister auf, die Dietwegtrasse ganz aus dem Bedarf herauszunehmen. Das konnte ihr der Minister Winfried Hermann versprechen.“

Der Minister weiter „ich kenne die Trasse und war dort auch schon vor Ort. Ich möchte heute nicht wiederholen, was ich davon halte. Die Stadt Reutlingen will die Straße gar nicht mehr als Bundesstraße realisieren, sondern als kommunale Straße. Ich kann mir nicht vorstellen, wie eine Kommune heute ein solches Projekt finanzieren will. Aus meiner Sicht ist das eine klare Reutlinger Beerdigung.“

mehr:

Reutlinger Nachrichten „Minister „gnadenlos ehrlich““ am 20-04-2013

GEA „Regionalkonferenz: Klares Ja zur Straßenmaut“ am 20-04-2013

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„Radler fragen“ Kommentar aus den Reutlinger Nachrichten

in den Reutlinger nachrichten ist heute ein guter Kommentar zum VEP erschienen (hier…..), den wir Euch nicht vorenthalten wollen:

KOMMENTAR: Radler fragen von PETER ANDEL

Unumstritten lobenswert sei es, dass die Stadt Reutlingen endlich auch die Radfahrer in den Fokus rückt, hat Karin Hudjetz vom „Fahrradkurier“ in der Oberen Wässere an Baubürgermeisterin Ulrike Hotz – und an die Presse – gemailt.

Unumstritten lobenswert sei es, dass die Stadt Reutlingen endlich auch die Radfahrer in den Fokus rückt, hat Karin Hudjetz vom „Fahrradkurier“ in der Oberen Wässere an Baubürgermeisterin Ulrike Hotz – und an die Presse – gemailt. Aber habe sich die Dezernentin schon mal Gedanken darüber gemacht, statt externer Berater aus Darmstadt die professionellen Radler Reutlingens zum Thema Verkehrsentwicklungsplan zu befragen? Schließlich kennen die alle die Schwach- und Gefahrenstellen aus der täglichen Praxis. Da hat sie wohl recht. Jedenfalls, sagt Karin Hudjetz, kosten die heimischen Radler „(fast) nichts“, die externen Experten viel. Unter Profi-Radlern versteht sie nicht nur Kuriere, sondern auch Zusteller und Leute, die täglich zur Arbeit mit dem Velo fahren. Es wäre schade, meint Hudjetz, wenn das wenige zur Verfügung stehende Geld nur für „in der Theorie relevanten Strecken oder Nebenschauplätze wie Unterführung Tübinger-/Konrad-Adenauer-Straße oder Fußgängersteg über die Lindachstraße ausgegeben wird“. Für die Praktikerin ist es „sowieso nicht vorstellbar, dass ein Kilometer neuer Radweg 100 000 Euro kosten soll“. In der Tat eine erkleckliche Summe.

 Reutlinger Nachrichten „KOMMENTAR: Radler fragen“ vom 18.04.2013

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der Verkehrsentwicklungsplan ist bei den Fußgängern und Radfahrern angekommen

Unsere Baubürgermeisterin Ulrike Hotz führt in den Block Fußgänger und Radfahrer im Verkehrsentwicklungsplan mit folgenden superschlauen Satz ein:

„Es macht einen Unterschied, ob der Verkehrsraum voll mit Autos und Abgasen ist, oder ob sich Fußgänger und Radfahrer gut bewegen können.“

Sie liegt zwar nicht falsch, aber es lässt einen schon den Kopf schütteln mit welchen Plattheiten (im besten Fall Allgemeinheiten) die Baubürgermeisterin dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit Basics aufbereiten muss.

Nun gut, lassen wir das. Es ging mal wieder in einer Klausur für den Gemeinderat (und nur für den) um den Verkehrsentwicklungsplan (nachdem es in der letzten Zeit richtig ruhig geworden ist, zu mindest für die Öffentlichkeit).

Wie könnten die nächsten Schritte aussehen, um die Verkehrsstrukturen bei Fußgängern und Radfahrern zu optimieren?

Das war die fundamentale Frage, die Katalin Saary vom Büro Stete Planung im Rahmen einer Analyse der Reutlinger Verhältnisse zu beackern hatte.

Und wie wurde sie beantwortet?

„Das sei eine Frage des Geldes“ (mal wieder so ein Weisheit). 170 000 Euro Fahrrad-Infrastruktur darf Stefan Dvorak als Leiter des Amts für Stadtentwicklung und Vermessung, für die Stadt pro Jahr ausgeben. Soviel billigt ihm die Verwaltungsspitze und der Gemeinderat jährlich zu!
Zum Vergleich: 1 Kilometer Radweg kostet im günstigsten Fall (keine Schwierigkeiten, keine Kreuzungen, keine Brücken usw.) 100.000€
.
Mal wieder ein schönes Beispiel für eine „hervorragende Priorität“ für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. So ernst ist es der Politik eben. Ich will jetzt gar keine Vergleiche z.B. zu den Kosten für den Bau und den Betrieb des Rostblocks am Rande der Innenstadt ziehen, aber es macht schon deutlich wo die Schwerpunkte sitzen.

Nun gut, der VEP ist mittel- bis langfristig zu sehen, da ist noch Luft drin, nur ob die Strategie „Hohe Wirkung bei geringem jährlichen Mitteleinsatz“ da wirklich ausreichend funktioniert, bezweifle ich aber schwer.

Wenn Frau Hotz feststelle, das der Verkehrsraum in der Stadt nicht vermehrbar ist (in Bezug auf die Flächenverteilung der einzelnen Verkehrsträger) hat sie mal wieder recht, die entscheidende Frage wird jedoch sein, wie werden die Flächen neu verteilt! Allen kann man es nicht recht machen, aber wenn das Ziel ausgegeben wird: möglichst den Fußgängerverkehr und der Radverkehr zukünftig stark zu steigern, gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit:

Autos raus (oder stark reduzieren),
mehr Verkehrsraum für Fußgänger und Radfahrer!

47 Prozent des innerstädtischen Verkehrs werden derzeit in Reutlingen ohne Auto bewältigt. Bis ins Jahr 2020 soll der Anteil bei 54, bis 2025 gar bei 62 Prozent liegen! Ich bin mal gespannt wie die genauen Vorschläge zur Umsetzung aussehen.

Aufgrund der Vielzahl der Vorhaben soll von der Stadtverwaltung eine Prioritätenliste erstellt und dem Gemeinderat zur Diskussion und zum Beschluss vorgelegt werden. »Vorrang haben dabei die Themen Sicherheit und die Alltagsradwege« so die Zielrichtung nach Dvorak. Aber mit allen Fassetten, so ergänze ich (vom Schulweg, über Richtung Innenstadt, oder für Ältere, oder für Verknüpfung mit anderen Verkehrsarten => Radstellplätze sind bisher in Reutlingen sehr unterbelichtet vorhanden, usw.).

Zum Thema Überquerung für Fußgänger in der Lederstraße, Karlstraße usw. brauchen wir eigentlich keinen VEP, dass Problem des „Inselhoppings“ (was für ein verharmlosender Begriff, Sprache ist schon verräterisch) ist schon lange Thema und kann einfach von der Stadtverwaltung gelöst werden! Der VEP darf in Bezug auf die zeitliche Umsetzung nicht missbraucht werden.

Eins bleibt noch festzustellen:

wo bleibt die viel gerühmte Bürgerbeteiligung?
Wann wird die Bevölkerung mal wieder informiert und aufs Laufende gebracht?

Da gab es doch ne ganze Reihe von (bisher kaum erbrachten) Versprechungen, liebe Stadt das seid ihr noch in der Bringschuld.

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Vollzugsmeldung: nur noch mit Tempo 30 durch Ohmenhausen

Mit diesem Schild werden die Autofahrer seit Montag an der Ortseinfahrt Ohmenhausen begrüßt:

Ohmenh_2

als Ergänzung dazu ein Presseartikel :

„Ortsdurchfahrt Ohmenhausen entschleunigt“ GEA vom 16.04.2013

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Europäische Bürgerinitiative „30kmh – macht die Straßen lebenswert!“

Seit Samstag, den 13.04.2013 läuft auf der Seite der Europäischen Kommission offiziell die Sammlung von Unterschriften der Europäische Bürgerinitiative „30kmh – macht die Straßen lebenswert!“.

Die Initiative beschreibt sich auf Ihrer Homepage (hier…… ) wie folgt:

Tempo 30 ist eine kostengünstige Möglichkeit um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, Verschmutzungen und Lärm zu reduzieren und die Bedingungen fürs Gehen, Radeln und ÖV-Benutzen so zu verbessern, dass das Umsteigen erleichtert wird. Der Verkehr fließt besser und die Stauanfälligkeit sinkt. Alle können angstfreier auf den Straßen unterwegs sein. Das alles wollen wir jetzt EU-weit erreichen, mit Tempo 30 als standardmäßiger Höchstgeschwindigkeit in den Städten und Dörfern.

Wichtig ist, dass die kommunalen Regierungen dabei das letzte Wort haben. Wo sie es für sinnvoll halten, sollen sie selber andere Höchstgeschwindigkeiten bestimmen und auf den entsprechenden Strecken ausschildern können.

Eine „Europäische Bürgerinitiative (EBI)“ ist ein Volksbegehren auf EU-Ebene. Damit können wir direkten Einfluss auf die Gesetzgebung der EU nehmen, wenn wir innerhalb eines Jahres – also bis Mitte November 2013 – mindestens 1 Million Unterstützungserklärungen aus sieben oder mehr Mitgliedsländern der EU sammeln. Gelingt das, ist die EU-Kommission verpflichtet, das Thema aufzugreifen, eine Lösung vorzuschlagen und gegebenenfalls gesetzgeberisch tätig zu werden.

 Die Sammlung der Europäische Bürgerinitiative „30kmh – macht die Straßen lebenswert!“ erfolgt -wie gesagt auf der Seite der Europäischen Kommission.

Was ist eine Europäische Bürgerinitiative?

Auf der Seite der Europäischen Kommission wird dies wie folgt (hier…. ) beschreiben:

Eine Europäische Bürgerinitiative – was ist das?

Eine Europäische Bürgerinitiative ist eine Aufforderung an die Europäische Kommission, einen Rechtsakt in Bereichen vorzuschlagen, in denen die EU zuständig ist. Eine Bürgerinitiative muss von mindestens einer Million EU-Bürgerinnen und Bürger aus mindestens 7 der 27 Mitgliedstaaten unterstützt werden. In jedem dieser 7 Mitgliedstaaten ist eine Mindestanzahl von Unterstützern erforderlich.

Die Regeln und Verfahren der Europäischen Bürgerinitiative stehen in einer EU-Verordnung, die im Februar 2011 vom Europäischen Parlament und vom Rat der Europäischen Union verabschiedet wurde.

Auf der Sammlungsseite (hier…… ) wird der Gegenstand der Sammlung der „30km/h – macht die Straßen lebenswert!“ aufgeführt mit:

Gegenstand:
Wir schlagen ein EU-weites reguläres Tempolimit von 30km/h (20mph) für städtische Gebiete / Wohngebiete vor. Lokale Autoritäten können andere Tempolimits festsetzen, wenn sie nachweisen können, wie die Umwelt- und Sicherheitserfordernisse für die schwächsten Straßenverkehrs-Teilnehmerinnen erfüllt werden.

und als weiter Ziele werden angeführt:

Wichtigste Ziele:
Die EU hat klare Ziele für die Straßenverkehrssicherheit und die Umwelt, aber diese werden noch nicht erfüllt. Ein 30km/h(20mph) – Tempolimit als Standard würde helfen, die Ziele effizienter zu erreichen, weil es sich als erfolgreich darin erwiesen hat, Todesfälle und Verletzungen, Lärm, Luftverschmutzung und den CO2-Ausstoß zu reduzieren und den Verkehrsfluss zu verbessern. Die Menschen können angstfreier unterwegs sein. Umweltfreundliche Verkehrsarten werden attraktiver. Um dem Subsidiaritätsprinzip zu entsprechen, müssen die Kommunen die letzte Entscheidung haben, um andere Tempolimits auf ihren Straßen zu setzen und die Ziele mit alternativen Maßnahmen zu erreichen.

Diese europaweit getragene Initiative gilt es voll zu unterstützen. Unterschreibt auf der Seite „30km/h – macht die Straßen lebenswert! Online-Sammelsystem“ (hier…. ) und informiert alle Interessierten in Eurem Bekanntenkreis, damit ALLE von der Entschleunigung des Tempos an die menschliche Natur profitieren können (und nicht nur die in Ohmenhausen 🙂 ).

mehr Infos im Flyer hier……Tempo30_Flyer

Europäische Bürgerinitiative

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Vom Hüh-nicht-Hott Konzept zu Tempo 30 auf der Ohmenhausener Ortsduchfahrt

Nach einer unsäglichen Debatte um die Tempo-Reduzierung auf 30 km/h auf einen rund 600 Meter langen Teilabschnitt der Ortsdurchfahrt Ohmenhausen (L 384) wird ab Montag endlich das einzig Sinnvolle für Ohmenhausen umgesetzt:

Die vollständige Reduzierung auf der Ortsdurchfahrt auf 30 km/h

Es wird aber auch echt Zeit!

Als Begründung wird von der Stadt Reutlingen wie auch vom RP genau die gleichen Argumente angeführt, wie auch für das Hüh-Hott-Expermiment.

  • Die hohe Verkehrsbelastung auf der Straße,
  • Die zu starken Lärmbelastungen der Wohngebäude an der Hohen Straße bzw. Neuen Straße
  • Verbesserung der Luftreinhaltung
  • Bessere und sichere Querung durch die „schwächeren“ Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Radfahrer

Für die Umsetzung war die Zustimmung des Regierungspräsidiums beziehungsweise des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg erforderlich, die mittlerweile vorliegt. Man staunt, den beide Institutionen zeigten sich in der Vergangenheit nicht so besonders einsichtig.

Egal, das Ergebnis zählt!

Ab Montag den 15.04.2013 darf die Stadt die Einhaltung der Regel regelmäßig überprüfen, den ansonsten hat das Schilder aufstellen keinen großen Sinn.

Man kann den Ohmenhäusern jetzt wünschen, dass sie
a) ein wenig vom Verkehrsterror entlastet werden und
b) das die Hetzerei gegen den Ortschaftsrat und vor allem gegen die Ortsvorsteherin Heide Schnitzer endlich aufhören.

Ruhe, und zwar im mehrfachen Sinne, kann der Ohmenhausen jetzt gut vertragen.

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Metzgerstraße, ein Versuch der Rückgewinnung von Stadt?

ein Gastkommentar:

Metzgerstraße, ein Versuch der Rückgewinnung von Stadt?

Es ist schon interessant, wie sich derzeit die Diskussion um den zukünftigen Umgang mit der Metzgerstraße entwickelt. Es ist eine Mischung von echtem Bemühen ein Stück Innen-Stadt für Bewohner und Besucher vom Autowahnsinn wieder zurück zuholen, über halbgare, ja populistische Konzepte (20km/h) bis hin zu durchsichtige politischen „Aktiönchen“.

Das sich die Ladenbesitzer immer noch die Durchfahrt des abgasverschleudernde Automobilverkehr wünschen ist nur im ersten Moment einleuchtend, wie hat der GEA am 25.03.2013 (hier…“Metzgerstraße: Viel zu schade zum Durchfahren“…) hierzu so treffend zum Ausdruck gebracht:

„Warum sind die alten Häuser auf der Wilhelmstraße so gut renoviert? Warum sind in der Metzgerstraße so viele schöne alte Häuser total verloddert? Genau: Autofahrern ist es egal, woran sie vorbeifahren. Fußgänger haben’s gerne schön.“

Im selben Artikel wird richtig beschreiben, dass „Die Metzgerstraßen-Händler bauen weiter auf die Autofahrer – profitieren aber gerne von den Wilhelmstraßen-Flaneuren. Ohne die nahe Fußgängerzone würden sich sicher deutlich weniger Menschen in die Metzgerstraße mit ihren engen, immer öfter zugeparkten Gehsteigen verirren. Dabei hat die kleine Schwester der Wilhelmstraße Charme, der an vielen Stellen bereits sichtbar ist.“

Dieser Sichtweise kann ich mich vollständig anschließen.

Der CDU Antrag erneute Durchfahrt der Blechkisten mit einer Reduzierung auf 20 km/h zuzulassen, ist reine Augenwischerei,
a) ist der Unterschied zu 30 km/h eher marginal und
b) ohne laufende Kontrolle geht das gar nicht, denn eine Autofahrer ist mit erheblich mehr Durchsetzungsmacht seiner Interessen ausgestattet, als die schwächeren Verkehrsteilnehmer und
c) für den Fußgänger ändert sich überhaupt nicht, die Wege bleiben gleich schmal (das ist ne enge Straße und die Blechkutschen werden immer breiter), er kann nicht gefahrenlos flanieren und es können sich so auch keine Aufenthaltsräume bilden, an denen man gern mal stehen bleibt und verweilen kann.

Wenn die Heimatpresse das Thema so prominent aufgreift, wie es sie seit Monaten tut, darf die alte Tante SPD auch nicht fehlen und veranstaltet sogenannte „Bürgerversammlungen“. Meines Wissens ist der Begriff eindeutig belegt durch Versammlungen, die die Stadtverwaltung im Rahmen bestimmter Verfahren veranstaltet (der richtige Namen wäre: Parteiveranstaltung zu ….).

Es bleibt zu wünschen, dass die Stadt und Gemeinderat in seiner Gänze das Thema zusammen aufgreift und gemeinsam die Bürgerschaft an das Thema heranführt, informiert und berät, ich halte nichts davon dies vor einzelne parteipolitische Karren zu spannen lassen, dazu sind zu viele und zu wichtige Punkte der zukünftigen Stadtentwicklung angesprochen, es sei nur auf die Überlegung hingewiesen, die Stadtbahn durch die Metzgerstraße zu führen.

mehr :

GEA, Metzgerstraße: SPD für mehr Fußgängerzone am 08.04.201

GEA, „Metzgerstraße: Viel zu schade zum Durchfahren“ am 25.02.2013

GEA, „Metzgerstraße: Mehr Fußgängerzone“ am 25.02.2013

GEA, „Durch die Metzgerstraße?“ am 08.11.2013

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Die Dietwegtrasse, kein todgeglaubtes Kind,,,

Bezug nehmend auf mehrere Blogbeiträge (hier… und hier….) geht’s mal wieder um die Dietwegtrasse, ein von manchen schon tot geglaubtes Projekt (z.B. hier….) der Stadt Reutlingen, das immer noch (und auch wieder unter der neuen Landesregierung) im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen ist.

Die „Anmeldung der Straßenprojekte“ durch das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (siehe hier…..   ) wird die sogenannte Dietwegtrasse immer noch in der Liste geführt (hier als hier…… bzw.  hier…. ) geführt.

MVI_Dietwegtrasse_2013-19

Auch wenn noch nicht ganz klar ist in welche Stufe dieses Projekt eingestuft ist, so ist doch davon auszugehen, dass das Thema nicht vom Tisch ist, und das die Vermutung, dass im Hintergrund weiter –auch von der Stadt Reutlingen- daran gedreht wird. Allen Beschlüssen und Äußerungen von den Politikern zum trotz.

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Land befragt Bürgerinnen und Bürger zum Ausbau der Schieneninfrastruktur

da alles mit allem zusammenhängt, beim Verkehr sowieso, posten wir hier mal eine Presseerklärung des Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, mit dem Wunsch, das das Angebot von möglichst vielen angenommen wird:

Land befragt Bürgerinnen und Bürger zum Ausbau der Schieneninfrastruktur

Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur bereitet derzeit die Meldungen von Schienenprojekten des Landes für den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) vor. Erstmals beteiligt die Landesregierung dabei die Öffentlichkeit.

Die Bürgerinnen und Bürger können vom 15. März an zu den Vorschlägen des Landes für den weiteren Ausbau der Schieneninfrastruktur Stellung  nehmen. Ihre Anregungen und Kommentare können sie bis zum 15. April über die Ministeriumsseite www.mvi.baden-wuerttemberg.de einreichen. Dort ist auch die Vorschlagsliste des Ministeriums und eine Karte zur Übersicht eingestellt.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung bietet die Chance, entscheidende Weichenstellungen mit zu beeinflussen. Der derzeit vom Bund aufgestellte BVWP bildet von 2015 an die Grundlage für die Planung aller Verkehrsvorhaben Deutschlands. Er soll die Investitionen des Bundes in seine Verkehrswege für einen Zeitraum von 15 Jahren festlegen. Die im BVWP aufgenommenen Projekte bilden weitgehend die Grundlage für die Umsetzung von Vorhaben, die vom Bundestag beschlossen werden. Die Länder machen dem Bund konkrete Vorschläge, welche Projekte aus ihrer Sicht berücksichtigt werden sollten. „Wir haben gewissenhaft analysiert, in welchen Bereichen die Schieneninfrastruktur in Baden-Württemberg in den nächsten Jahren verstärkt werden muss. Dazu wollen wir die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger einholen“, erklärt Minister Winfried Hermann.

Hintergrund:

Der Bund unterzieht die für den BVWP vorgeschlagenen Projekte einer ersten Bewertung, die auf den Internetseiten des Bundesverkehrsministeriums veröffentlicht wird. Der Bund informiert auch über die Bewertungsmethodik. Zum Gesamtplanentwurf des BVWP 2015 wird es ebenfalls eine Öffentlichkeitsbeteiligung geben. Baden-Württemberg bietet darüber hinaus zusätzlich eine Öffentlichkeitsbeteiligung für die anzumeldenden Vorhaben des Landes für den Ausbau und die Erneuerung der Bundesschienenwege an. Für den Bereich der Bundesfernstraßen, für den der Bund spätere Meldefristen vorsieht, wird es eine gesonderte Öffentlichkeitsanhörung geben.

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur
Baden-Württemberg
Hauptstätter Straße 67
70178 Stuttgart
Telefon: +49 (711) 231-5841
E-Mail: presse@mvi.bwl.de
Internet: www.mvi.baden-wuerttemberg.de
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Der Lärmaktionsplan und eine (positive) Auswirkungen: Tempo 30?

Die gesetzlich vorgeschriebene Fortschreibung des Lärmaktionsplan lässt die Sondelfinger jubeln, das zumindest will uns ein Artikel in einer Lokalzeitung glauben machen.

Richtig ist das bei einer Überschreitung der Lärmrichtwerte in Wohngebieten (70 Dezibel tags, 60 nachts) um drei Dezibel Gegenmaßnahmen notwendig werden. Eine davon kann die Reduzierung der zulässigen Geschwindigkeit sein. Natürlich kann man die zulässigen 50km/h auf Tempo 30 reduzieren, nur das alleine reicht nicht. Ein Anfang: ja, aber eben nur ein Anfang.

Die Diskussion ist ja hier nicht neu, auch in Ohmenhausen (hier… und hier….) versucht man mit der Herabsetzung des Maximal-Tempos auf 30 die Lärmbelastung der Anwohner ab zu senken.

 »Guten Mutes«, ließ Gerhard Lude vom städtischen Straßen- und Umweltamt das Gremium gleich mehrfach wissen, sei er, was die zeitnahe Einführung einer Tempo-30-Regelung auf der stark frequentierten Ortsdurchfahrt (L 378a) betrifft. Bremswirkung entfalten soll sie zwischen den Einmündungen Lange Straße und Reichenecker Straße – jedenfalls dann, wenn das Regierungspräsidium dem Vorhaben tatsächlich grünes Licht erteilt.
(GEA am 16.01.2013, hier….)

Man erwartet alleine durch diese Maßnahme einen Rückgang des Lärmpegels um 2,5 Dezibel und einen Rückgang des mautbrechenden Schwerlastverkehrs. Das alleinige Aufstellen von Straßenschildern und das gelegentliche Blitzen wird das jedoch nicht nachhaltig bewirken. Dringend notwendig sind er innerörtliche Umbau der Landesstraße (L 378a). Dies muss möglichst parallel geschehen.

Im sogenannten Bürgerabend in Sondelfingen wurde dies den Sondelfingern auch blumig und zeitnah versprochen, doch notwendig ist dafür das liebe Geld für Planung und Umsetzung. Der Gemeinderat hat den Doppel-Etat 2013/14 nicht verabschiedet, und es wird darauf ankommen, wie ernst es den Gemeinderäten sein wird den Vorschlägen ihrer Verwaltung zu folgen.

Warten wir es ab, denn wenn man eins im Reutlinger Politikgeschäft wissen muss, dann dies: erst der Beschluss der Mittelfreigabe lässt einem von der Umsetzung einer Idee vermuten.

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ES REICHT: Fußgänger von Lastwagen überrollt und tödlich verletzt

an der vollkommen unakzeptablen Einfahrt der Spedition Hasenauer in die Sondelfinger Straße ist es traurigerweise zu dem gekommen, was viele Beobachter schon seit Jahren befürchten:

es st ein Mensch am vergangenen Montag tödlich überfahren worden!

Die Forderung an die Straßenbehörde muss jetzt ohne wenn und aber heißen: Diese unübersichtliche Zufahrt MUSS sofort geschlossen werden!

Mir sind mehrere Personen bekannt, die in den letzten Jahren durch unachtsame LKW-Fahrer genau an dieser Stelle angefahren worden sind, egal ob sie zu Fuß unterwegs waren oder per Fahrrad (da führ ein stark befahrener Fußweg vorbei).

Immer wieder wurde von den Verantwortlichen der Spedition beteuert, dass in Zukunft die Fahrer mehr Rücksicht nehmen würden.

Nun hat es einen Menschen das Leben gekostet!

Die Stadt Reutlingen ist jetzt in der Verantwortung zu handeln! und muss die Zufahrt an dieser Stelle SOFORT schließen!

Wir werden nachfassen!

mehr:

15.01.2013 Tagblatt „Fußgänger von Lastwagen überrollt und tödlich verletzt“
15.01.2013 GEA: „Fußgänger von Lastwagen erfasst und tödlich verletzt“

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Dietwegtrasse und Reaktionen

zwei interessante Reaktionen zum vorherigen Artikel sind bei mir eingedrudelt. Ich möchte sie BEIDE mal ohne Kommentar zur Diskussion hier reinstellen.

Vielleicht entspinnt sich eine weitere fruchtbare Auseinandersetzung, die gerne auch hier per Kommentar oder als Artikel (per Mail an dieses Mail…..) geführt werden kann.

Reaktion 1:

Liebe Gegnerinnen und Gegner der Dietwegtrasse,

vielen dank für die guten Wünsche zu 2013!

Die erwähnten „neuen Erkenntnisse“ zur verkehrlichen Wirksamkeit der D-Trasse sind seit dem Erscheinen des uralten „Gesamtverkehrsplan Reutlingen“ von 1998 einschließlich der „Szenarienprognosen 2010“ bekannt.

Leider hat der Gemeinderat in seiner Mehrheit diese Prognosen nicht zur Kenntnis genommen, obwohl jeder Fraktion der Gesamtverkehrsplan zugänglich war.

Endlich wurde 2007, veranlasst von der Verwaltung und durch das ständige Insistieren der Grünen-Fraktion, dem Gemeinderat aus dem oben erwähnten Gesamtverkehrsplan vorgelesen durch Verkehrsplaner Kölz.

Danach reichte es für den Beschluss, die D-Trasse „im Zusammenhang mit dem Scheibengipfeltunnel nicht vordringlich weiter zu verfolgen“. So mit einer Stimme Mehrheit beschlossen.

Damit war die Trasse tot.

Vorausgegangen war eine parlamentarische Anfrage der Grünen Landtagsfraktion zur Frage der Kostenträgerschaft der Dietwegtrasse. Diese Anfrage war angeregt durch eine Entsprechende Initiative der Grünen-Gemeindratsfraktion. Die Antwort von Innenminister Rech war für die Stadt RT negativ.

Man wusste also auch schon in Stuttgart, wie „dringend“ es die Stadt RT mit der Dietwegtrasse haben werden wird.

Euch auch ein schönes 2013. Die Trasse wird bestimmt nicht  kommen.

Schöne Grüße

Christoph Joachim

Mitglied Fraktion B`90/Die Grünen im Regionalverband und VCD Landesvorstand

2. Reaktion:

Ja, es hat sich einiges getan in Sachen Dietwegtrasse.

Ich rate gleichwohl zur Vorsicht und auch zu gebremster Freude. Es gibt eine neue Ausdeutung.

Die Reutlinger Verwaltungsspitze vertritt jetzt die Auffassung, im Zusammenhang mit dem Tunnel sei die Dietwegtrasse nicht nötig, aber möglicherweise in anderen Zusammenhängen???

Deswegen sei auch der Gemeinderatsbeschluss nicht relevant, denn der würde sich ja nur auf den Tunnel beziehen.

Wir sollten da nicht zu früh die Korken knallen lassen. In den nächsten Jahren ist zwar nichts drin, aber die Befürworter werden nicht so schnell aufgeben.

Rainer Buck

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Überflüssige Dietwegtrasse begraben! (PM)

die Freunde von der BI Keine Dietwegtrasse weisen auf ein immer noch nicht begrabenes Thema -die (sogenannte) unnötige Dietwegtrasse- zum Jahresanfang hin,

Die Auflistung ist lesenswert:

Überflüssige Dietwegtrasse begraben!

Alle unsere Argumente – seit 2006 – wurden nun von Verkehrsexperten, aufgrund aktuellster Verkehrszahlen und Verkehrsmodellen, eindrucksvoll bestätigt!


Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

in den letzten zwölf Monaten hat sich viel in unserem Sinne getan. Im Rahmen der Präsentationen von Zwischenergebnissen aus dem laufenden Verkehrsentwicklungsplanprozess wurde seit dem Frühjahr 2012 unter anderem die aktuellste Bewertung zur Wirksamkeit/Notwendigkeit der Dietwegtrasse bekannt gegeben. Das Wichtigste haben wir für Sie im Folgenden, zumeist im Originaltext, zusammengestellt:

mehr können Sie hier lesen…….

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Nicht für ALLE, die “Halle für alle”

"reutlingenblog" die Blogger zu Reutlingen

das ist schon ein Husarenstück, und die werden nicht einmal rot dabei:

Der jährliche Bürgerempfang der Stadt Reutlingen findet heuer zum ersten mal in der neuen „Halle für alle“ statt.

NUR: im Gegensatz zu den bisherigen Veranstaltungen dieser Art im Rathaus ist die diesjjährige Veranstaltung ein CLOSED-Shop, will heißen:

  • Der Empfang ist NUR für DIE besonderen Bürger Reutlingens, die aus welchen Gründen auch immer, eine EINLASSKARTE erhalten haben!
  • Das allgemeine Volk soll drausen bleiben!

Also ich glaube mehr Bankrott-Symbolik braucht es nicht. Das Passt zu der ganzen Stadthalle und das passt auch zu dem Eindruck, den man in letzter Zeit von dieser Stadtregierung leider bekommen hat:

die heben ab und vergessen langsam für WEN sie gewählt sind bzw. wer sie gewählt hat! Ich finde, da kommt langsam etwas viel zusammen, oder?

Ursprünglichen Post anzeigen

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Experte: „Krempelt das Reutlinger BUS-System um!“

In einer Klausurtagung (hinter verschlossenen Türen, transparenslos) des Gemeinderates haben die Experten des Darmstädter Planungsbüros R+T die Busfahrpläne und Netz des Reutlinger Stadtverkehrs unter die Lupe genommen.

Ergebnis: „Besonderheit: In den letzten dreißig Jahren hat die Bevölkerung darin zugenommen und damit auch der Verkehr.“ (Ach Neee…)

Wie zitiert der GEA am 11.12.2012: „Das Bussystem scheint nicht recht Schritt gehalten zu haben (..mit der Bevölkerungszunahme). Davon ausgehend, dass Menschen nicht gerne mehr als 300 Meter zur nächsten Haltestelle marschieren (im Außenbereich werden vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen 400 Meter angesetzt), weist das Busnetz auch innenstadtnah Erschließungslücken auf. »Das ist ungewöhnlich«, so Hofherr. Massive Defizite haben beispielsweise Hohbuch und nördlicher Lerchenbuckel: 3 000 Menschen müssen hier mehr als 300 Meter zum nächsten Bushalt marschieren.“ (siehe hier….)

Die Bilanz sieht schlecht aus: in vielen Bereichen der Innenstadt weist das Busnetz zum Teil erhebliche Erschließungslücken aus (diese ergeben sich aus dem Abstand von Einwohner zur nächsten Bushaltestelle).

„Das ist ungewöhnlich“, so der Darmstädter Experte Hofherr. Massive Defizite haben unter anderem der Hohbuch und weite Teile des Lerchenbuckels, dort müssen z.B. mehr als 3 000 Menschen mehr als 300 Meter zur nächsten Bushaltestelle marschieren. Dies betrifft auch das Burgholz und das südliche Rommelsbach (dort sind über 2000 Menschen praktisch vom öffentlichen Nahverkehr ausgeschlossen).

Als eine Grund wird der zentralistische Aufbau des Busnetzes genannt (der ZOB wird in Frage gestellt) aber auch richtigerweise der bisher meist unmöglichen Vertaktung (oder auch NICHT-Vertaktung).

Ein funktionierender ÖPNV braucht eine eindeutige Preisgestaltung, eine eindeutige Vertaktung (auch untereinander) und eine flächenmäßige Erreichbarkeit aller Standorte. Das hat die Buslandschaft in Reutlingen nicht.

Es werden der Ausbau und die Strukturveränderung des Netzes vorgeschlagen, das zentralistische System (ZOB) sollte aufgeben und die Innenstadt durch einen Altstadtring besser erschlossen werden. Mehr Direktverbindungen und neue Haltestellen im Zentrum sollen Busfahren attraktiver machen und die Reutlinger Ortsteile sollten durch eigenständige Ringverbindungen mehr miteinander verbunden werden.

Der Innenstadtbusring wäre nach den Berechnungen der Darmstädter kostenneutral, der Ausbau der Vertaktung (15 Minuten tagsüber) würde nach vorsichtigen Schätzungen mit 800.000.-€ jährlich kosten, da dürfte klar sein wohin die Reise geht (=> Stückleswerk, wetten?).

Der prognostizierte Rückgang bei der Umsetzung eines derartigen Konzeptes von nur 5000 Fahrzeugenhalte ich für fragwürdig, da bin ich auf die Berechnung aber gespannt. Alle funktionierende Verbesserungen im Öffentlichen Nahverkehr haben in anderen Städten ganz andere Zahle hervor gebracht, warum nicht auch bei uns? Oder gehen die Planer von nur dem Typus „betonierter Autofahrerkopf“ aus?

Gea vom  11.12.2012 „Abkehr vom ZOB-Konzept“

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mal etwas Background: Wiener Ringstraßenpassagen (derive)

es gibt eine sehr gute regelmäßige Publikation zum Thema Stadtforschung und zwar die Zeitschrift dérive (mehr hier…..). Die Macher stecken auch hinter dérive – Radio für Stadtforschung mit monatlichen Radiosendungen, die man auch im Internet anhören/abrufen kann.

Anfang September kam eine wirklich spannender Essay mit dem Titel „Wiener Ringstraßenpassagen“ wirklich hörenswert…… hier ……

hier der Ankündigunstext:

Wiener Ringstraßenpassagen – Unterirdische Stadträume im Wandel
Im Glauben an eine autogerechte Stadt entstand jener Reigen von fünf Fußgängerunterführungen entlang der Ringstraße in den Jahren 1955 – 1964 als modernistische Neuschöpfung der Passage im Nachkriegswien – ehe andere städtische Leitideen den Traum vom uneingeschränkten Verkehrsfluss in Frage stellten. Die Opern- und Schottenpassage, Bellaria-, Babenberger- und Albertinapassage haben seither einen Bedeutungswandel erfahren, der die Frage aufwirft, welche unterschiedlichen Entwicklungen die einzelnen Passagen im Zuge veränderter gesellschaftlicher Nutzungsanforderungen genommen haben und noch nehmen werden. Zunächst begeben wir uns in die Zeit ihrer Errichtung, um den Medienrummel dieser städtischen Inseln der Modernität zu verstehen, um von dort aus ihren Zeitspuren der letzten Jahrzehnte auf den Grund zu gehen.

Siegfried Mattl, Dozent am Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien und Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte und Gesellschaft und Wolfgang Salcher vom österreichischen Bundesdenkmalamt kommentieren jeweils aus ihrer fachspezifischen Sicht – den gesellschaftlichen, baulichen und sozialen Wandel dieser unterirdischen Stadträume. Sie äußern sich zu möglichen und notwendigen Umgangsformen mit diesen Nachkriegsarchitekturen in unserer heutigen Gegenwart, sei es nun Umnutzung, Erhalt durch Sanierung oder seien es Anliegen, die sich an ihre soziale und politische Funktion als Stadtraum einer vielfältigen und durchmischten NutzerInnenschaft richten.

Im Anschluss widmet sich Manfred Russo in seiner Audioserie, der Geschichte der Urbanität, den mit Kuriositäten bestückten Warenwelten, die „als seltsame Mischgebilde von Haus und Straße“ einen völlig neuen Bautypus in die europäische Stadt einführen. Hier im modischsten Paris entstanden neue Durchgänge inmitten von Häuserblocks, „die in grellem Licht und düsteren Winkeln raumgewordene Vergangenheit bewahrten.“ Die dérive – September Sendung steht ganz im Zeichen der Passage.

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Die CDU und der „Generalverkehrsplan“

Liebe CDU,

hier wurde schon einmal darüber gebloggt, dass in Reutlingen derzeit ein Verkehrsentwicklungsplan erstellt wird (hier…………………………)

und was lesen wir heute wieder im GEA (hier……..) ?

Für CDU-Rat Rainer Löffler liegt das Problem vor allem im Generalverkehrsplan, mit dem die Verwaltung nicht vorankomme: »Solange wir den nicht haben, kommen wir in der Oststadt nicht weiter.« Auch er plädierte für eine »maßvolle Nachverdichtung«.

zur Begrifflichkeit nur hier….

Entweder macht der „Verkehrsexperte“ Ingenieur Rainer Löffler das absichtlich oder…….
……… will zur Verwirrung beitragen?

na vielleicht lernen die Mannen vom konserativen Block etwas langsam….

d.h. VERKEHRSENTWICKLUNGSPLAN.

Ok? Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.

Dipl. Rainer Löffler

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Wann und wie geht es mit der Regionalstadtbahn weiter?

Dies fragt sich nicht nur Landrat  Reumann, auch die interessierte Öffentlichkeit sieht mit Bangen auf das weitere Vorgehen des Landkreises. In einer Pressekonverenz hat Reumann einen ergänzende Studie zur Stadtbahn für Ende November angekündigt in dem die Umsetzung einer (mittlerweile erweiterten) Teillösung bis 2019 geprüft wird.

Der Landrat reagierte auf ein Schreiben des Zentralstellenleiters im Stuttgarter Verkehrs- und Infrastrukturministerium, des grünen Tübinger Kreisrats Gerd Hickmann, an die Regionalpolitiker der Region. Bekanntgemacht wurde dieses Schreiben durch den Kreistagsabgeordneten und Reutlinger Sprecher des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Christoph Joachim.

Der Zentralstellenleiters im Stuttgarter Verkehrs- und Infrastrukturministerium hatte darin moniert, dass es „für die Regionalstadtbahn Neckar-Alb leider noch keine politischen Beschlüsse gäbe“ und von der Region immer noch keine bis 2019 umsetzbare „Stufe 1“ mit entsprechendem Nachweis eines positiven volkswirtschaftlichen Nutzens vorgelegt worden sei. „Das politische Signal ist aber klar mit beschlossen worden: Wenn es gelingt, weitere Projekte wie die Regionalstadtbahn Neckar-Alb in die Bundesförderung zu bekommen, wird sich auch das Land um die Landes-Kofinanzierung bemühen. Daran wird es dann also sicherlich nicht scheitern!“ so Hickmann.

Letztlich geht die Auseinandersetzung zwischen Land und Landkreis darum mit welchem Nachdruck die Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollern-Alb-Kreis die notwendigen Untersuchungen und politischen Entscheidungen voranbringen.

Das Jahr 2019 hängt den handelnden Personen im Genick, da da die GVFG-Förderung bisherigen Zuschnitts ausläuft und es bisher noch keine Nachfolgeprogramme gibt.

D.h. bis 2019 müssen Vorhaben (oder Teilvorhaben) fertig geplant, gebaut und abgerechnet sein, sonst gibt es keinen Zuschuss und die Kreise könnten die Summen die da im Raum stehen sicherlich nicht aufbringen.

Eine Lösung für ein Teilvorhaben ist unter Beteiligung der zuständigen Gremien der Landkreise Reutlingen, Tübingen, Zollern-Alb, dazu der Städte Reutlingen und Tübingen sowie des Regionalverbands entwickelt worden: Die bestehenden Schienenstrecken in der Region, Ammertal-, Ermstal- und Zollernbahn, sollen elektrifiziert werden und zusammen mit der Neckartalbahn auf annährend „Stadtbahnniveau“ mit erhöhtem Takt, neuen Halte- und Ausweichstellen gebracht werden.

Das Planungsbüro PTV, das auch die Standardisierte Bewertung verfasst hat, hat den Auftrag vom zuständigen Landrat erhalten, benötigte jedoch mehr Zeit als geplant für die Untersuchung, da der Untersuchungsauftrag in der Zwischenzeit von den Landkreisen erweitert worden ist. Wenn die Ergebnisse vorliegen und diese vom Bund akzeptiert worden werden, so kann, laut Reumann, in den Gremien Mitte 2013 die notwendigen Beschlüsse gefasst werden.

Nur ist es dann nicht schon zu spät?

Auffallend ist, dass sich die Beteiligten in letzter Zeit sehr mit ihrem Einsatz für die Stadtbahn zurück gehalten und so das Projekt Regionalstadtbahn nicht gerade gefördert haben.

Die politische Forderung muss nun lauten:

„JETZT ABER VOLLGAS FÜR DIE REGIONALSTADTBAHN“

Quelle Transferred from de.wikipedia; transferred to Commons by User:Lukas9950 using CommonsHelper.

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Jetzt braucht die Region eine leistungsfähige Regionalstadtbahn

Der Scheibengipfeltunnel ist im Bau.

Jetzt braucht die Region eine leistungsfähige Regionalstadtbahn.

Eine Regionalstadtbahn ist Standortvorteil für Alle.

An Regionalstadtbahnen steigen die Immobilienpreise, da Häuser und Grundstücke mehr Wert werden.

An viel befahrenen Straßen fallen die Immobilienpreise. Deshalb: ZUERST die Regionalstadtbahn!

Regionalstadtbahnen führen zu erheblicher Verlagerung von PKW-Verkehren von der Straße auf die Schiene.

Unterhausen benötigt zur Bewältigung der zu erwartenden Durchgangsverkehrsmengen

1. Tempo 30 und

2. eine Ausweitung der LKW-Maut auf alle Bundesstraßen.

Die Finanzierung der Regionalstadtbahn:

Das Land erhält vom Bund nach dem Auslaufen des GVFG (Gemeinde -verkehrsfinanzierungsgesetz) in 2019 weiterhin Mittel in ähnlicher Größenordnung.

Diese werden künftig, nicht wie bis 2019 in den Verkehrsministerien der Länder vereinnahmt, sondern in den Finanzministerien. Deshalb liegt der Ball zur Finanzierung der Regionalstadtbahn Neckar-Alb beim Land, hier im Finanzministerium.

Die Region benötigt dringend eine Bürgschaft des Landes zur weiteren Finanzierung der Regionalstadtbahn nach 2019. Dann können wir jetzt anfangen.

Länder wie Bayern und Hessen (z.B. Ringbahn Frankfurt) bauen ihre Projekte unbeschadet dem auslaufenden GVFG-Gesetz.

Quelle: Presseinfo VCD-Landesverband Baden-Württemberg 13.11.2012

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Ramsauer, die zweite: PKW-Maut-Abzocke erst nach der Bundestagswahl. Wohin geht unser Geld?

wir übernehmen hier mal einen interessanten Artikel von dem neuen Blog diewaehlersindfrei.wordpress.com zur Diskussion:

Ramsauer, die zweite: PKW-Maut-Abzocke erst nach der Bundestagswahl. Wohin geht unser Geld?

DLF-Nachrichten heute morgen um 5.30 Uhr: Ramsauer möchte die PKW-Maut nicht mehr vor der Bundestagswahl (DLF als mp3 hier und ntv schriftlich da.) Nach seinen Plänen für viel teurere Strafzettel erst vor wenigen Tagen der nächste Schlag.

Ist das jetzt eine gute Nachricht für CDU- und FDP-Wähler? Werden die das nach Weihnachten bzw. bis im September dann vergessen haben? Ich werde sie bis dahin noch mehrmals erinnern.

Machen noch mehr Straßen, Tunnels und Brücken unser Land und seine Bürger reicher oder gar schöner? Immerhin hat Ramsauer auch gemerkt, daß mit noch mehr Straßen auch der Erhaltungsaufwand (Afa + Reparaturen) ansteigt und eigentlich schon auf dem jetzigen Stand kaum mehr finanzierbar ist. Wo bleibt das Geld aus der Mineralölsteuer? In Europa? Oder gar in der Türkei?

Immerhin sind seit 2001 schon über 3 Mrd. EU-Gelder in die Türkei geflossen, als “Heranführungshilfen”, um den EU-Beitritt der Türken vorzubereiten. Bis 2013 sollen gar weitere 3 Mrd. dazukommen! (Münchener Merkur am 13.08.10).  Das schreiben nicht nur die konservativen Medien, sondern ganz ermutigend auch die IHK Nürnberg als Rat an Inverstoren, die in der Türkei Infrastruktur-Zuschüsse und Steuererleichterungen bekommen. So kommt man per Google von Ramsauer und seinen Mautplänen zu noch viel größeren (sagen wir mal milde) Rätseln. Daß die Türkei in diesem Zusammenhang vom Europäischen Rechnungshof verklagt wurde (hier) weil von den mit den Geldern verbunden Zusagen nur 30% umgesetzt wurden, interessiert in der Türkei wahrscheinlich gar niemanden und bei uns viel zu wenige.

An diesem Punkt auch meine erste Äußerung zur politischen Askese der kommunalen Freien Wähler in Baden-Württemberg: wie kann ich bei solchen Erkenntnissen weiter mich auf Rathaus- und Marktplatz-Politk beschränken wollen? Werde ich damit meinen Wählern gerecht? Wieso soll ich Kindergarten, Freibad und Bücherei teurer machen, wenn das Geld woanders in viel größerem Maßstab so rausgeschmissen wird?

mehr hier ……

 

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Demo für die Stadtbahn am offiziellen Achalmtunnelanstich am 13.11.2012

ja und noch ne Demo am Dienstag, den 13.11.2012 um 13:oo Uhr am Nordportal ist angesagt. Zumindest geht das aus einer Mail hervor

Der Aufruf hierzu lautet:

Liebe Freunde,

am kommenden Dienstag wird Minister Hermann um 13.00 zum Anstich des Scheibengipfeltunnels am NORDPORTAL erwartet.

Wir sollten – wer es möglich machen kann – dort für die Regiostadtbahn plakativ werben. Dies als wichtigen Kontrast zu den heute im GEA angekündigten Demonstranten für einen neuen Straßenalbaufstieg.

Treffpunkt 12.30 am Nordportal.

Wer mit machen will, kann Plakate mit bringen.

soweit der vorliegende Aufruf.

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Demo für mehr Tunnels und Ortsumfahrungen am 13.11.2012

Das der Beginn der Tunnelarbeiten offiziell mit viel hochrangiger Prominenz gefeiert wird, will die Bürgerinitiative Albaufstieg beim „Fest am Nordportal“ „freundlich, aber bestimmt“ dazu benutzten, auf die Folgen des Achalmtunnels für die Ortschaften im oberen Echaztal hinzuweisen. So weit, so gut und auch verständlich.

Das weitere Ziel der BI Albaufstieg aus Lichtenstein jedoch ist nicht ganz so toll: sie wollen für eine Ortsumfahrung von Lichtenstein mit einer erheblichen erneuten Naturzerstörung demonstrieren. Das die Forderungen nach weniger AUTOS und LÄRM in den Ortschaften vollkommen richtig ist, und dass durch den alleinigen Inselbau Achalmtunnel die Situation in Lichtenstein sich erheblich verschärft, stellt keiner in Frage, nur ob die formulierte Folgerung aus diesem Umstand die richtige ist, schon.

„Neue Straßen ziehen nur zusätzlichen Verkehr an“

Nun gut: die BI Albaufstieg hat eine Demo am Dienstag, den 13.11.2012 um 13 Uhr am Nordportal angemeldet und das wollen wir hier mal bekannt geben.

„Der offizielle Tunnelanstich beginnt am Dienstag, 13. November, um 13 Uhr am Nordportal des Tunnels. Die Lichtensteiner wollen sich um 12.30 Uhr dort treffen. Der Treffpunkt ist über das Königssträßle oder über den »Laisen« zu erreichen. Nähere Informationen gibt es bei Hans Gerstenmaier 0 71 29/24 59“

Mehr Infos GEA am 09.11.2012 „Lichtensteiner demonstrieren beim Tunnelanstich“

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13. November 13:00 Uhr Offizieller Tunnelanstich Achalmtunnel

erst mal die offizielle Einladung (ohne Kommentar, einfach zur Info und das man sieht wie das Projekt von offizieller Seite gesehen wird):

 

„Presseeinladung

09.11.2012

Feierlicher Tunnelanschlag des Scheibengipfeltunnels am 13 November

An die
Damen und Herren
der Presse

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Scheibengipfeltunnel in Reutlingen ist das Schlüsselbauwerk für die Reutlinger Ortsumgehung im Zuge der B 312. Er wird eines Tages wesentlich zur Entlastung der hoch belasteten Ortsdurchfahrt Reutlingen beitragen.

Zum feierlichen Tunnelanschlag des Scheibengipfeltunnels
im Zuge der B 312, Ortsumfahrung Reutlingen,
am Dienstag, 13. November 2012 um 13:00 Uhr
 am Nordportal des Scheibengipfeltunnels
(Zufahrt über B 28/B 312 Knoten Efeu)

Iade ich Sie auch im Namen von Regierungspräsident Hermann Strampfer sehr herzlich ein.
Nach der Begrüßung durch den Regierungspräsidenten folgen Ansprachen des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Andreas Scheuer MdB und des Ministers für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg, Winfried Hermann.

Im Anschluss sprechen die Tunnelpatin und Oberbürgermeisterin der Stadt Reutlingen, Barbara Bosch sowie Johann Heß (Geschäftsführer Infrastruktur) von der Tunnelbaufirma Max Bögl, Grußworte.

Für den Schutz der Bauarbeiter und der Mineure wird darauffolgend der kirchliche Segen durch Dekan Dr. Jürgen Mohr und Dekan Robert Widmann gespendet. Der jahrhundertealten Tradition folgend wird eine kleine Statue der heiligen Barbara geweiht, die dann am Eingang des Tunnelportals aufgestellt wird.

Der eigentliche Tunnelanschlag wird durch eine symbolische Minisprengung dargestellt, die aus Sicherheitsgründen außerhalb des Tunnels durch die Tunnelpatin Frau Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und Vertreter des Bundes und des Landes ausgelöst wird.

Für den musikalischen Rahmen wird der Musikverein Eningen unter Achalm sorgen.

Da die Parkplätze innerhalb der Baustelle vom Efeu-Knoten her sehr begrenzt sind, wird für weitere Parkplätze eine Fahrspur der Halskestraße unterhalb des Brückenbauwerks der B 28 am Dienstagnachmittag gesperrt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Axel Bernhard
– Pressesprecher -„

 

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Jahrzehntelange Planung + Basics übersehen = Gasalarm am Achalmtunnel

Da plant jahrzehntelang eine Armada von Spezialisten einen Tunnel durch die Achalm. Durch gesetzliche Änderungen müssen die Planungen nochmals überarbeitet und geprüft werden, das Ganze muss durch ein aufwendiges Genehmigungsverfahren, was erneut dazu führt, dass eine Armada an Spezialisten monate/jahrelang sitzen und prüfen….

Und dann?

Dann stellen ein paar Bauarbeiter Bläschen in einer Wasserpfütze vor den zukünftigen Rettungsstollen fest und die Arbeiten werden wegen Gasalarm eingestellt (und die Bevölkerung erfährt erst mal tagelang nichts).

Geht´s noch?

Es geht noch weiter:

in einer Chronik von Christoph Friedrich Gayler „Historische Denkwürdigkeiten der ehemaligen freien Reichsstadt Reutlingen“ von 1845 wird der „Goldrausch von Reutlingen zu Beginn des 18. Jahrhunderts“ beschrieben: „Der erste Spatenstich zum Bergwerk erfolgte am 8. August 1716, übrigens mit geistlichem Segen und einem Gedenkgottesdienst vor Ort. Das Bergwerk wurde an der Stelle am Scheibengipfel errichtet, die heute noch den Namen „Goldloch“ trägt.“….. „Man sei (weil man nicht viel Gold gefunden hat) in fünf Schächten auf 80 Klafter nieder gestiegen und dort hätten die Bergknappen ein noch schwächeres Äderchen gefunden.
Dabei sei auch brennbares Gas ausgetreten, das beim Entzünden einen schwachen Feuerschein abgegeben habe. Etliche Monate lang wurde die Sache als ein nützliches Spiel behandelt, denn die Knappen zündeten ihre Pfeifen daran an; sie zeigten die Erscheinung um ein Trinkgeld den häufig zulaufenden Fremden. ….. Endlich aber begann die Flamme stärker zu werden, die Luft außer und über der Miene zu ergreifen, ja im ganzen unteren Schachte sich auszubreiten, hauptsächlich, wenn die Graber eine Zeit lang von ihrer geruht hatten.«zum Schluss kam es zu einem tödlichen Unfall, da griffen die Flammen auf einen Knappen über und dieser ist dann verbrannt.

Schon anhand des Flurnamens hätten die Tunnelplaner stutzig werden müssen, zumindest hätten sie mal nachforschen müssen woher der Name kam.

Haben sie aber nicht.

Konsequenz:

  • das zuständige Regierungspräsidium Tübingen wie auch die ausführende Firma (für die Bergbau nichts unbekanntes ist) vollkommen überrascht ob dem Vorkommen von explosiven Methangas.
  • Sie spielen den Vorgang sofort herunter („nur eine ganz geringe Konzentration“ und „die Warngeräte hätten nicht angeschlagen“).
  • Es wird „sofort nach dem Bekanntwerden des Gasaustritts“ eine Firma mit weltweit führenden Spezialisten für Ausgasungen und Methangasbeherrschung, beauftragt (die die Firma »DMT Bergbauservice und Wettertechnik« aus Essen) um „Empfehlungen für die Gasbeherrschung zu geben und ein optimiertes Lüftungskonzept aufzustellen“.
  • Um zu verhindern, dass sich Gasansammlungen bilden, werden laut Regierungspräsidium Tübingen zwei unabhängig voneinander funktionierende, „redundante“ Belüftungssysteme installiert. Jeweils zwei Lüfter stehen außerhalb des Tunnels. Von dort führen Lüftungsleitungen (sogenannte Lutten) bis zur »Ortsbrust«, den Ort, wo die Mineure arbeiten, um sie mit Frischluft zu versorgen.
  • Kosten? diese kommen jetzt für den Steuerzahler noch dazu. Die zusätzliche Belüftung während der Bauphase war bisher nicht in den Berechnungen drin, wie hoch die Kosten sind will man natürlich jetzt noch nicht sagen, aber die lassen sich sicherlich aus der Portokasse bezahlen, wetten dass?

 

mehr Infos hier in der Presse:

2012-10-31 Tagblatt: Komplikationen befürchtet – Gasaustritt am Scheibengipfeltunnel

2012-11-02 Tagblatt: Gasaustritt: Methan nur in geringer Dosis – Bauarbeiten am Scheibengipfeltunnel gehen weiter

2012-11-02 GEA: »Knappe jämmerlich verbrannt«

2012-11-02 GEA: Die Gefahr aus der Tiefe im Scheibengipfeltunnel

2012-11-02 Südwestpresse: Tunnel-Sicherheit: RP verschärft Vorkehrungen

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Krasse Umfrage

schon erstaunlich mit was man zugemüllt wird, wenn man sich mit dem Thema Verkehr beschäftigt.

Ein Beispiel? Hier….

Verkehrsumfrage 2012 von Mobil in Deutschland e.V.

Liebe Freunde gegen ein Tempolimit von 130-danke-nein.de,

hiermit starten wir wieder unsere große Verkehrsumfrage 2012 von Mobil in Deutschland e.V. – bitte jetzt teilnehmen!

Einmal jährlich fragen wir,  der junge und neue Automobilclub Mobil in Deutschland e.V. nach der Meinung der Autofahrer. Daher gibt es nach 2010 und 2011 jetzt wieder eine neue „Große Verkehrsumfrage 2012“ auf http://www.mobil.org/service/umfrage. Hier werden in wenigen Fragen viele Themen zu den Bereichen Automobil, Politik, Infrastruktur, Umweltzonen, Citymaut, Polizei, Radarkontrollen und Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen angerissen. Mobil in Deutschland e.V. möchte ein Gesamtbild über die Stimmung, die Bedürfnisse und Wüsche der Autofahrer erstellen. Bitte nehmen Sie sich 2 Minuten hierfür Zeit und nehmen Sie teil – Danke schön! Wenn mindestens 2000 Teilnehmer an der Umfrage teilgenommen haben wird ausgewertet und veröffentlicht.

Dr. Michael Haberland

1. Vorsitzender Mobil in Deutschland e.V.

RAD AB! und tock,tock…….

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Entlarvende Diskussion im Gemeinderat zur Ohmenhäusener Verkehrssituation

Wenn man nicht mehr weiter weiß, wenn einem die Argumente ausgehen, dann reagiert man mit persönlichen Anfeindungen, so mal wieder gestern im Gemeinderat in Reutlingen geschehen.

Hagen Kluckkluck von der FDP polterte in der Debatte zur Entscheidung der Landesregierung die Ortsumfahrung Ohmenhausen aus dem 10 Jahresplan zu nehmen, los, die Ohmenhäusener Bezirksbürgermeisterin Heide Schnitzer hätte „ihre Verbindungen spielen lassen“ zu der ihr nahe stehenden Landesregierung.

Herr Kluck, Ihre Partei war nun mit der CDU jahrzehntelang in Baden Württemberg am Drücker, sie habe jahrelang den Menschen vor gegaugelt, das mit dem Verkehr sei kein Problem, da könnte man ja eine Umgehung bauen….. nur sie haben nichts dazu getan mal klar zustellen, von was und wie.

Jetzt kommen Ihre Nachfolger in der Regierungsverantwortung und reden mal Klartext, und Sie?

……unglaublich…….

Um was ging es?

Die Landesregierung hat klargestellt, dass die Ohmenhäusener Umbrausung in der Prioritätenliste nicht oben stehen kann und auch gesagt warum. Es wurde mal nicht mit einem Autofahrerblick untersucht, sonder versucht möglichst alle Aspekte, die eine Verkehrsentwicklung berücksichtigt werden müssen, mit einzubeziehen und dann eine Entscheidung zu fällen.

Das ausgerechnet die in der Vergangenheit als Autofahrer-und Beton-Fraktionen aufgefallenen Politiker davon reden, das der „Faktor Mensch“ in der Bewertung zu wenig berücksichtigt wurde, ist zynisch. Zynisch deshalb, weil sie bisher genau den Menschen nicht im Blick hatten mit ihren Entscheidungen. Sie setzten in der Begrifflichkeit Mensch mit Autofahrer gleich, deswegen und nur deswegen ist es zynisch jetzt plötzlich den Begriff Mensch neu für sich zudefinieren.

Dem „Faktor Mensch“ würde es gut anstehen sein eigenes Verhalten sich mal genauer anzuschauen, sich zu fragen, nutze ich mein Körperteil Auto wirklich sinnvoll? Denke ich –ausser an mich- dabei auch an andere und anderes? Zerstöre ich durch mein Verhalten den Lebensraum anderer (und damit ist nicht nur der Lebensraum von Tieren gemeint).

Es ist ausdrücklich klar zustellen, dass die Zustände in der Ortsdurchfahrt für die Anwohner in Ohmenhausen unerträglich sind, das es dringend notwendig ist Maßnahmen zu ergreifen, die Autoflut zu drosseln, allerdings mit den langfristig sinnvollsten Lösungen.

Die sind unter anderem:

  • Konsequente Reduzierung der Geschwindigkeit, durchgängig 30 Stundenkilometer als Maximum
  • Regelmäßige Überprüfung durch Geschwindigkeitskontrollen, stationär und mobil
  • Veränderung des Straßenquerschnitts, Umbau der Straße
  • Durchfahrtsverbote für LKW´s zumindest bei Nacht, aber warum auch nicht tagsüber?
  • Schnelle Planung und Realisierung der Stadtbahn bis Ohmenhausen und darüber hinaus
  • Verhinderung der Ausweisung von Wohngebieten außerhalb der Zentren (Reutlingen, Tübingen usw.)
  • Usw…..

Wer langfristig über die Entwicklung der Mobilität nachdenkt, der muss zwangsläufig zu dem Ergebnis kommen, das der Individuelle Autoverkehr seinen Zenit überschritten hat und dass es jetzt darum geht, der Zukunft planerisch nachhaltig zu begegnen.

Und das heißt: keine neuen Straßen!

Das heißt Alternativen endlich anzugehen.

Nicht weiter so („des hämma scho emmr so gmachd“) sondern intelligent und zukunftsfähig (eine umfassende Mobilität mit allen Verkehrsträgern, Lösungen die scheinbar erst einmal eine Verlangsamung, aber immer eine Verbesserung für alle ergeben, usw.).

Das hat man in der Landespolitik anscheinend verstanden und fängt an andere Prioritäten zu setzen. Gut so!

Natürlich wird das nicht reibungslos ablaufen (welche Revolution, welche umfassende Veränderung war jemals reibungslos), aber wenn wir jetzt nicht anfangen, wann dann?

Oder sind die Menschen doch Lemminge?

Ich hoffe nicht!
und was schreibt die Presse dazu? Hier…..

Südwestpresse am 24.10.2012:
Gemeinderat diskutiert über Ortsumgehung Ohmenhausen

GEA am 24.10.2012:
Munterer Schlagabtausch über die Kriterien

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Achalmtunnel als Event

da gugschd…..

das RP will als „Beitrag zum Landesjubiläum“ den Volke was ganz besonderes bieten:

Besichtigung der Tunnel-Baustelle

Das Regierungspräsidium Tübingen öffnet am Donnerstag, 25. Oktober, die Baustelle zum Scheibengipfeltunnel für Besucher, heißt es in einer Mitteilung. Dies ist zugleich ein Beitrag des Regierungspräsidiums Tübingen zum Landesjubiläum.

An diesem Tag haben interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die Vorarbeiten für die Ortsumfahrung zu besichtigen. Jeweils um 13.30, 15 und um 16 Uhr informieren Norbert Heinzelmann und Harald Böttiger vom Referat Straßenbau Nord direkt vor Ort über die Planungen zum Scheibengipfeltunnel und die Baufortschritte. Treffpunkt ist das Baubüro an der Loschenhalde 10 in Eningen (beim Südbahnhof).

Info Die Gruppengröße ist auf 50 Personen begrenzt. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich unter Telefon: (07121) 347-100 (Wenzler).

so lautet die PR zum Tunnelgloza. Ganz schön dreist, das Versenken von 150.000.000€ unnütz in den Boden als Geburtstagsgeschenk zu verkaufen….

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Einladung zur Stadtputzete am Dietweg am Samstag, 20 Oktober 2012 10:00 Uhr

kam gerade als Mail von der BI Keine Dietwegtrasse, ne schöne Aktion am Samstag morgen:

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Durchgängig Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt Ohmenhausen

….. soll noch in diesem Jahr kommen.

 

Die Ortsumfahrung ist nach derzeitigen Stand keine realistische Option mehr.

Die Bezirksbürgermeisterin Heide Schnitzer fordert daher konsequent, “…dass die Situation erträglicher gestalt werden muss“, so soll noch dieses Jahr Tempo 30 für die gesamte Ortsdurchfahrt kommen, die Beratungen sollen noch im November Bauausschuss des Gemeinderats laufen.

„Wir wollen Blitzgeräte am Anfang und Ende der Straße in beiden Richtungen, und zwar soll aus Säulen heraus geblitzt werden, damit die Geräte nicht gleich erkannt werden“ fordert Bezirksbürgermeisterin Schnitzer.

Weiter denkbar sind ausserdem Maßnahmen wie ein leiserer Straßenbelag oder mehr Fußgängerübergänge, dies müsste jedich von der Stadt Reutlingen gebaut und bezahlen muss.

Eine weitere Forderung des Ohmenhäuser Bezirksgemeinderat ist die baldige Realisierung der sogenannte Gomaringer Spange der geplanten Regionalstadtbahn, mit dieser eine umfangreiche Entlastung in Zukunft erwartet.

Auf diesen Zug springt Katrin Korth, die stellvertretende Leiterin des Straßenvauamtes auf „Es ist das Bestreben der Stadt Reutlingen, dass die Gomaringer Spange in einem frühen Stadium der Stadtbahn eingeplant werden solle“.

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